Kommpromisse beim Kündigungsschutz: Gewerkschaften wollen Krankengeld nicht ausgliedern

Kommpromisse beim Kündigungsschutz
Gewerkschaften wollen Krankengeld nicht ausgliedern

Der Vorsitzende der IG Bergbau-Chemie-Energie, Hubertus Schmoldt, sieht derzeit keine Einigungsmöglichkeit mit der Bundesregierung über die künftige Finanzierung des Krankengeldes. Die Gewerkschaften seien strikt dagegen, das Krankengeld aus der gesetzlichen Versicherung herauszunehmen, sagte Schmoldt am Mittwoch im DeutschlandRadio Berlin.

HB/dpa BERLIN. "Die Frage des Krankengeldes halte ich für den schwierigsten Punkt, weil wir nicht akzeptieren können, dass künftig alleine die Beschäftigten für das Risiko aufkommen sollen." Auch eine Absenkung des Arbeitslosengeldes II auf Sozialhilfe-Niveau lehnten die Gewerkschaften ab, sagte Schmoldt. Er sei aber nicht grundsätzlich dagegen, Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zusammenzulegen.

Bei dem Treffen der Gewerkschafter mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am Dienstagabend seien sich beide Seiten dennoch etwas näher gekommen, auch wenn es keine konkreten Verabredungen gegeben habe, meinte Schmoldt. Kompromissbereit seien die Gewerkschaften beim Kündigungsschutz. Dieser müsse zwar ein wichtiges Element des Arbeitsrechtes bleiben, aber gerade bei kleinen Betrieben könne man sich darüber verständigen, im Rahmen von Modellversuchen den Kündigungsschutz zu lockern.

Schmoldt räumte ein, dass es in einzelnen Fragen differenzierte Positionen gebe und dass die Gewerkschaften auch die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im Blick haben müssten.

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