Kommunen werden über Planung besser informiert
Stoiber warnt vor Sorglosigkeit über Mobilfunkstrahlung

Auch mit Blick auf den Ausbau den neuen UMTS-Mobilfunk wollen die deutschen Mobilfunkbetreiber besser mit den Gemeinden zusammenarbeiten. Eine am Montag in Berlin unterzeichnete Vereinbarung soll künftig Streit um Standorte von Mobilfunkantennen vermeiden helfen. Oberstes Ziel sei, neue Standorte einvernehmlich mit den Kommunen zu realisieren, erklärten die sechs Netzbetreiber.

ap BERLIN. Wie der Deutsche Städtetag und die Unternehmen weiter mitteilten, sollen die Städte künftig frühzeitig über beabsichtigte Antennenstandorte informiert werden. Die Netzbetreiber kündigten zugleich eine Informationsoffensive in den Kommunen an, um die Akzeptanz für die Antennen zu verbessern. Es gehe ihnen darum, "Ängste und Befürchtungen der Menschen durch Kooperation und Kommunikation abzubauen".

Der Städtetag erklärte, die Vereinbarung solle dazu beitragen, auch ohne eine gesetzliche Regelung Konflikte bei der Installation neuer Sendeanlagen zu vermeiden. Aus Sicht der Kommunen sei damit ein klar nachvollziehbares Beteiligungsverfahren eröffnet, das entscheidend dazu beitragen könne, beim weiteren Ausbau der Mobilfunktechnik in Deutschland einvernehmliche Lösungen herbeizuführen. Unterzeichner der Vereinbarung sind neben dem Deutschen Städtetag der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie T-Mobil , E-Plus , Group3G, D2 Vodafone , Mobilcom und Viag Interkom.

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber warnte unterdessen davor, Sorgen und Ängste der Menschen vor den möglichen Gefahren des Mobilfunks zu unterschätzen. Die Strahlungen, die von Handys und Mobilfunkantennen ausgingen, müssten genau untersucht werden, sagte er zur Eröffnung des 4. BayernOnline Kongresses in München.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber begrüßte die Vereinbarung zwischen Gemeinden und Mobilfunkbetreibern. Mit der Informationsoffensive schlössen die Unternehmen "eine Lücke, die zu viel Misstrauen in der Bevölkerung geführt hatte". Parallel zur gemeinschaftlichen Planung der Antennenstandorte müssten aber "die Forschungen über nicht auszuschließende medizinische und technische Auswirkungen der von Mobilfunknetzen und-endgeräten emittierten Strahlung intensiviert werden", meinte Kelber.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%