Kommunikation- und Informationstechnologie werden zunehmend integriert ausgelagert
ICT-Dienstleistungen aus einer Hand

Die gesamtwirtschaftliche Konjunkturschwäche verstärkt den Druck auf die Unternehmen, ihre Ausgaben weiter zu senken, ihr Kerngeschäft zu stärken und zusätzliche Flexibilität zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund steigt die Bereitschaft, die eigene IT auszulagern. Längst geht es nicht mehr allein um Einzelleistungen.

Begünstigt durch die fortschreitende Integration von IT und Telekommunikation umfasst das Outsourcing-Portfolio mittlerweile die komplette Bandbreite der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT). Anbieter von ICT-Outsourcing führen sämtliche IT- und Telekommunikationsdienste auf einer integrierten Plattform zusammen. Diese Aufgabe übernimmt der ICT-Dienstleister, um für den Kunden das Integrationsrisiko zu minimieren, aber gleichzeitig auch ein Höchstmaß an Synergien zu erreichen.

ICT-Outsourcing bündelt alle Dienste unter einem einzigen Service Management. Auf diese Weise erhalten Kunden eine zentrale Anlaufstelle. Ganz gleich ob PC-Support, Netzwerk-Administration oder SAP-Betrieb, das Service Management bildet die Klammer um die Leistungen und verantwortet die vereinbarte Qualität. Mit einem Service Level Agreement legen die Vertragspartner fest, wann welche Dienste in welcher Ausprägung zu erbringen und abzurechnen sind.

Partner für Wachstum

Die Partner sollten die Outsourcing-Leistungen in regelmäßigen Abständen bewerten und anpassen. Ändert sich zum Beispiel das Geschäftsumfeld des Kunden oder strukturiert er sein Unternehmen um, so müssen diese neuen Rahmenbedingungen flexibel und zeitnah aufgegriffen werden. Somit wird der Dienstleister Innovationspartner für künftiges Wachstum.

Zunehmend verlangt der Kunde integrierte Lösungen, die seine Geschäftsprozesse direkt unterstützen. Damit erhöht er die Unabhängigkeit und das Reaktionsvermögen seines Unternehmens. Gleichzeitig erwartet er diese Flexibilität auch von seinem ICT-Partner. Zuverlässigkeit und Service-Qualität werden dabei immer wichtiger. Auslagernde Unternehmen können mindestens zehn bis zwanzig Prozent ihrer ICT-Kosten einsparen.

Dienstleister geben Rabatte beim Einkauf von Hard- und Softwarelizenzen weiter, übernehmen das Personal und die bestehende Infrastruktur des Auftraggebers. Gleichzeitig erzielen sie durch ihren Betriebsgrößenvorteil niedrigere Grundkosten, so zum Beispiel beim Rund-um-die-Uhr-Betrieb, bei der Gebäude-Infrastruktur und bei Recovery-Lösungen. Da die Kosten auf eine längere Sicht hin transparent werden, bekommen Kunden eine sichere Planungsgrundlage für ihr eigenes Budget.

Gleichzeitig steigern Outsourcing-Kunden die Effizienz der ICT-Dienste, denn sie erhalten Zugriff auf größeres und aktuelleres Fachwissen. Neue Technologien lassen sich schneller einführen. Ebenso übernehmen es die Dienstleister, die Infrastruktur fortwährend zu optimieren und gegebenenfalls gezielt zu reorganisieren. Außerdem macht die Komplettverantwortung für IT und Netze ganzheitliche Sicherheitskonzepte möglich. Datensicherheit und-integrität steigen.

Strategisches Management stärken

Der Kunde behält die strategische Planung in seinen Händen. Um eine Outsourcing-Strategie erfolgreich umzusetzen, muss klar werden, dass das Auslagern die übergeordneten Unternehmensziele unterstützt. Ebenso bleibt das Anforderungsmanagement als Kernkompetenz im Unternehmen. Dazu gehören die strategische Anwendungsplanung, das Dienstleistungsmanagement und die Kontrolle des Service Level Agreements. Die Rolle des Chief Information Officer wandelt sich: Künftig liegen seine Aufgaben weniger im technischen Umsetzungs-Know-how und in der Mitarbeiterführung als im Anforderungsmanagement, in der Vertragsgestaltung und im "Sourcing" der optimalen IT-Services für seine Fachabteilungen.

Outsourcing-Projekte erfordern Zeit: Vom Services-Design über die Vertragsgestaltung bis zur Produktionsübernahme vergehen in der Regel etwa acht bis zwölf Monate. Die Kompetenz eines Outsourcing-Partners zeigt sich dabei nicht zuletzt darin, wie professionell er den Personalübergang gestaltet und den reibungslosen ICT-Betrieb zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Autor:

Kamyar Niroumand ist Leiter des Bereichs Computing & Desktop Services bei .

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