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Kommunikationschips im Abwind

Es ging auf und ab. Bis zur Mittagszeit. Danach fanden Amerikas wichtigsten Aktienindizes ihre Richtung. Nämlich abwärts. Besonders Technologiewerte büßten am Donnerstag an Beliebtheit ein. Die Aktien von Kommunikationschip-Herstellern präsentierten sich als Enfin Terrible. Merrill Lynch nahm dem Sektor zusätzlich den Wind aus den Segeln.

Die Lagerbestände an Kommunikationschips seien zu hoch, hieß es von Seite der Merrill Lynch Analysten. Wegen geringerer Nachfrage bei Mobiltelefonen und Heimcomputern könnte sich das Wachstum auf diesem Sektor verlangsamen. Auf der Abschussliste von Merrill Lynch stehen Broadcom, Conexant, Exar, PMC Sierra, Transwitch und Vitesse. Die Experten stufen die Aktien von "kaufen" auf "akkumulieren". Diese Werte belasteten am Donnerstag den Nasdaq Index. Das Kursbarometer schloss 3,1 Prozent unter dem Vortagesstand.



Micron

Technologies, der Hersteller von Speicherchips und Texas Instruments, der größte Hersteller von Telekommunikationschips konnten sich ebenfalls nicht vor Kursverlusten schützen. Applied Materials verlor wegen eher unerfreulichen Zukunftsaussichten an Wert. Auch die guten Quartalszahlen des vergangenen Quartals konnten die Anleger nicht umstimmen.



Coca

-Cola wehrte am Donnerstag eine weitere Klage wegen Diskriminierung seiner afro-amerikanischen Mitarbeiter ab. Der Getränkekonzern ist bereit eine einmalige Zahlung von 440 Millionen Dollar an die klagenden Arbeiter zu leisten. Die Anleger waren erleichtert. Die einmalige Ausgabe soll das Jahresergebnis nicht wesentlich belasten, so ein Experte.



Der eher enttäuschend ausgefallene Verbraucherpreisindex, als auch die geldpolitische Einstellung der US-Notenbank belasteten die Märkte am Donnerstag zusätzlich. Denn Investoren, die in naher Zukunft auf eine Senkung der Leitzinsen gehofft hatten, wurden von dem Anstieg der Verbraucherpreise enttäuscht. Die Preise stiegen im Oktober um 0,2 Prozent und lagen damit im Rahmen der Erwartungen. Anleger hatten jedoch auf einen geringeren Preiszuwachs gehofft, der die Fed in Kürze bewegen könnte, die Leitzinsen zu senken. Bereits am Mittwoch hatte die Fed mit erhobenem Zeigefinger auf anhaltende Gefahr einer möglichen Inflation gedeutet. Finanzwerte konnten sich von den Verlusten vom Vortag erholen. Marktbeobachter sahen die Verkäufe vom Vortag als Überreaktion. Investoren stiegen wieder ein. J.P. Morgan standen auf der Gewinnerliste des Dow Jones Index, Citigroup und Bank of American tendierten stärker. Intel konnte sich von frühen Verlusten erholen. Kursgewinne verbuchen auch Microsoft und Qualcomm.



Als Sorgenkinder präsentierten sich auch Biotechnologiewerte. Dagegen waren die Werte der Krankenversicherungen bei den Anlegern um so beliebter.



AT&T

gewann am Donnerstag sechs Prozent an Wert. Der Aufsichtsrat des Telekommunikatiuonsunternehmens hatte am Mittwochabend den Verkauf der Liberty Media Group abgesegnet.



Wenig erfreulich verlief der Handelstag für Daimler Chrysler und die Kollegen aus dem Autosektor. Goldman Sachs hat die Aktie wegen drohender Verluste abgestuft. Auch die Werte der Konkurrenz Ford und General Motors gerieten in Verlegenheit.

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