Komplette Übernahme durch einen Investor derzeit unwahrscheinlich
Heyde AG steht vor Verkauf von Firmenteilen

Der zahlungsunfähige IT-Dienstleister Heyde wird sich eigenen Angaben zufolge in spätestens zwei Wochen mit Investoren über den Verkauf von Unternehmensteilen einigen.

rtr BAD NAUHEIM.

"Momentan sieht es danach aus, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Teilübernahme der operativen Bereiche geben wird", sagte Unternehmenssprecher Udo Becker am Mittwoch. Man sei dazu mit mehr als einem Partner im Gespräch. Eine komplette Übernahme der Heyde AG durch einen Investor sei zum jetzigen Zeitpunkt jedoch unwahrscheinlich. "Bis spätestens Ende des Monats werden die Gespräche abgeschlossen sein, und es wäre naiv zu denken, dass sich bis dahin noch ein Investor für das gesamte Konglomerat findet", sagte Becker.

Das Anlegermagazin "Telebörse" hatte zuvor vorab aus seiner Donnerstagausgabe die vorläufige Insolvenzverwalterin von Heyde mit den Worten zitiert, dass spätestens bis 1. Juni das Insolvenzverfahren eröffnet werden solle. "Unmittelbar danach wird der Asset Deal- über Teilbereiche oder das Gesamtunternehmen unterschrieben", sagte sie dem Bericht nach. Namen der Partner und Verhandlungssummen wurden nicht genannt.

Heyde hatte Anfang April einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Grund hatte die Firma den extrem schwachen Markt für IT-Dienstleistungen ab dem vierten Quartal 2001 genannt. Das ehemals am Neuen Markt gelistete Unternehmen ist früheren Angaben zufolge im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich verschuldet.

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