Komplettes Serviceangebot für Windparkbetreiber
Kontrolle aus einer Hand

Der Einsatz erneuerbarer Energien nimmt in Deutschland sprunghaft zu - wenn auch noch immer auf einer niedrigen Ausgangsbasis. Auch weltweit liegen "grüne Energien" im Trend. Bis 2060, so eine Langzeitprognose der Deutsche Shell AG, werden Biomasse, Wind- und Sonnenenergie etwa um 50 % mehr zur Deckung des Weltenergieverbrauchs beitragen als die klassischen fossilen Brennstoffe Erdgas, Erdöl und Kohle.

Bis zu diesem Zeitpunkt dürfte sich der Weltenergieverbrauch von heute unter 600 Mill. auf dann geschätzte über 50 Mrd. t (Steinkohleeinheiten) SKE nahezu verzehnfacht haben. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wird es immer wichtiger, die Randbedingungen beim großflächigen Einsatz erneuerbarer Energien zu untersuchen. Ihre Anwendung bedeutet, dass der Standort von der Natur und durch die Verbraucherkonzentration bestimmt wird und, abgeleitet davon, eine dezentrale Netzinfrastruktur entsteht. Anders gesagt: Kohle kann man mit vertretbarem Aufwand an einen beliebigen Kraftwerksstandort bringen, den Wind muss man dort nutzen, wo er weht.

Das geschieht immer intensiver. So soll die Stromerzeugung aus der Luftbewegung in Deutschland von 13 Terrawattstunden in 2001 auf 190 TWh in 2010 ansteigen. Ein größerer Anteil dieser Leistung wird dann in Windparks auf See, also offshore, erzeugt werden. Dadurch entstehen ganz neue Notwendigkeiten, auf die sich die RWE Solutions AG in Frankfurt a. M. mit maßgeschneiderten Dienstleistungen und Produkten auch für Windparkbetreiber bereits heute eingestellt hat.

"Wir bieten die Möglichkeit, die Arbeit anderen zu überlassen und gleichzeitig alles im Blick zu behalten", schmunzelt Klaus Pfeiffer, Produktverantwortlicher für das Modulare Anlagen Steuerungs-, Informations- und Servicesystem (Masis) der SAG Energieversorgungslösungen GmbH , einer 100 %-igen Tochter der RWE Solutions.

Masis umfasst sämtliche Dienstleistungen, wie Anlagenfernüberwachung, überregionaler Entstörungsdienst, regelmäßige Inspektionen, Instandhaltung und Reparaturen - also alles, was für den Betrieb von Schaltanlagen, Umspannwerken und dezentralen Netzinfrastrukturen benötigt wird.

Masis ist speziell ausgerichtet auf den Betrieb dezentraler Netzinfrastrukturen, die durch den Boom bei der Windenergie immer zahlreicher werden. Das Servicesystem ist dabei modular aufgebaut und lässt sich so den Kundenbedürfnissen individuell anpassen. Experten erwarten für diesen Markt ein beträchtliches Wachstum: "Allein im Bereich Wind steigen die Aufwendungen für die Betriebsführung der Netze von derzeit etwa 100 Mill. auf 1 500 Mill. Euro in 2010", erklärt Michael Stadler, Vorstand der RWE Solutions AG.

Die Masis-Logistikzentrale ist in Berlin angesiedelt. Von hier aus werden alle für den Netzbetrieb notwendigen Vorgänge überregional überwacht und kontrolliert, Wartungs- und Instandhaltungspläne erstellt und der Einsatz von Servicepersonal im Störfall gesteuert. "Durch die örtliche Nähe von Servicekräften in Verbindung mit IT-Unterstützung gewährleisten wir die Beseitigung von unerwünschten Zwischenfällen im Regelfall in vier bis acht Stunden, wobei auch noch kürzere Zeiten vereinbart werden können", so Pfeiffer. Hilfreich dabei ist das enge Netz von 270 Standorten der RWE Solutions Gruppe in Deutschland, was schnelle Hilfe garantiert.

Für die Besitzer hat die Betreuung ihrer Anlagen deutliche Vorteile: Durch Pooling von Hard- und Software sowie der Daten für das Instandhaltungsmanagement lassen sich Kosten sparen. Zudem sinken die Aufwendungen durch eine zentrale Materialwirtschaft, den gemeinsamen Einkauf und das überregionale Vorhalten von Fachpersonal mit Prüfequipment und-werkzeugen. Teure Investitionen in Informationstechnik entfallen für den Betreiber von Windparks, ohne dass er die Kontrolle aus der Hand geben muss: "Wenn erwünscht, kann er den Zustand seiner Anlage via Internet zeitgleich mit uns überwachen", betont Ingenieur Pfeiffer.

Die Logistikzentrale in Berlin umfasst insgesamt drei Systeme. Über das Kernmodul, die Dispatchereinheit, werden die Serviceeinsätze gesteuert. Im Störfall sorgt eine Filterfunktion dafür, dass ein geeigneter Techniker nach Qualifikation, Verfügbarkeit und Entfernung zum Störungsort ausgewählt wird. Der Dispatcher erteilt den Auftrag per formatierter SMS mit Anlagen-, Auftrags- und Störungsdaten.

Das zweite Modul, das Störmeldesystem, erfasst den aktuellen Zustand der betreuten Anlage und stößt bei Bedarf das Störungsmanagement an. Alle Meldungen werden in Unterstationen aufgenommen und per Wahlleitung oder per Funk in die Zentrale übertragen, wo die Visualisierung und Archivierung der Daten erfolgt. Zum dritten erlaubt Masis, auch die Instandhaltung der Anlagen kostenreduzierend zu unterstützen. Dazu ist das Modulare Anlagen Bewertungs- und Instandhaltungspaket (Mabi) integriert, das sämtliche Störungen erfasst und auswertet. Auf Grund der gewonnenen Daten ist eine Beurteilung der eingesetzten Betriebsmittel aus technischer und wirtschaftlicher Sicht möglich, um zustands- und zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltungsstrategien in den betreffenden Anlagen zu entwickeln.

Die SAG geht davon aus, bis Ende des Jahres die Marke von zehn Kunden für Masis zu übertreffen. Einer der ersten Anwender ist die Plambeck Neue Energien AG (Cuxhaven), mit über 300 MW installierter und zudem 1 450 MW projektierter Leistung. Zudem plant das Unternehmen den Offshore-Park "Borkum-Riffgrund", in dem bis zu 200 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 800 MW errichtet werden sollen. Eine Netzanbindungszusage für die Pilotphase nach 2004 etwa liegt bereits vor. Bei riesigen Windparks dieser Art sind neue technische Systeme wie Masis unverzichtbar.

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