Komplizierte Sponsorensuche
WM-Tickets werden teurer

In der kommenden Woche will das WM-Organisationskomitee (OK) dem Fußball-Weltverband FIFA am Rande des Kongresses in Doha/Katar einen Entwurf über die Preisgestaltung für die rund 3,2 Millionen Eintrittskarten vorlegen.

HB HAMBURG. Ein dürfte jetzt schon feststehen: Die Finanzierung der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wird schwieriger als erwartet - und nur über höhere Ticketpreise als geplant kann das größte Sportereignis der Welt wohl Kosten deckend abgewickelt werden.

Die ursprünglich gehegten Hoffnungen, Tickets bereits ab 25 Euro anbieten zu können, lassen sich angesichts der schwierigen Wirtschaftslage, der problematischen Suche nach Geldgebern und der steigenden Ausgaben nicht mehr realisieren. Unter 30 Euro, so hieß es aus OK-Kreisen, wird die WM 2006 in den zwölf Stadien wohl nicht zu sehen sein. Inklusive Nebenkosten wie Vorverkaufsgebühren oder Zuschläge für den öffentlichen Nahverkehr dürften die billigsten Tickets am Ende bei mindestens 33 Euro liegen.

"Wir müssen die schwarze Null halten", fordert OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt unmissverständlich die Einhaltung des Etats, der zu Bewerbungsbeginn bei 500 Millionen Mark veranschlagt war und sich inzwischen auf etwa 400 Millionen Euro erhöht hat. Besonders großes Kopfzerbrechen bereitet den WM-Planern die Besetzung der zwei noch vakanten Plätze im nationalen Sponsorenpool. "Wir tun uns im Moment unglaublich schwer damit", räumt OK-Chef Franz Beckenbauer ein. Zwar mangelt es nicht an Interessenten aus der Wirtschaft, doch scheitert der Abschluss stets daran, dass die nationalen Bewerber in gleichen Geschäftsfeldern tätig sind wie die bereits 15 globalen und mit Exklusivrechten ausgestatteten Geldgeber der FIFA.



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