Komponiert für das Theater
Grönemeyer liebäugelt wieder mit Film

Popstar Herbert Grönemeyer schließt fast zwei Jahrzehnte nach seinem letzten Auftritt als Schauspieler eine Rückkehr zum Film nicht aus. "Der Gedanke hat einen gewissen Reiz", sagte der 47-Jährige in einem am Dienstag veröffentlichten Interview des Magazins "stern".

Reuters BERLIN. "Beim Film kann ich eine Szene siebzehn Mal wiederholen, um meinem Gesicht endlich einen wunderbaren Ausdruck abzuringen", sagte Grönemeyer, der als Schauspieler vor allem durch seine Rolle in "Das Boot" (1981) bekannt wurde. Auch am Theater hatte er sich in den 70er und frühen 80er Jahren einen Namen gemacht, doch auf der Bühne möchte er nach eigenen Worten eher nicht mehr stehen. "An mir ist dem deutschen Theaterpublikum definitiv kein Jahrhundertschauspieler verloren gegangen. Ich war trotz heftigstem Bemühen eher durchschnittlich und nur manchmal richtig gut."

Dennoch feiert er nach gut 20 Jahren Abwesenheit eine Rückkehr zum Theater, diesmal allerdings als Komponist und Texter für die Robert-Wilson-Inszenierung von Georg Büchners "Leonce und Lena". "Die Musik für "Leonce und Lena' ist sehr verschieden von der, die ich sonst mache - eher jazzig, balladenhaft, gospelig und sentimental", sagte Grönemeyer, der im vergangenen Jahr mit "Mensch" sein bisher erfolgreichstes Album ablieferte. Die Premiere der Wilson-Inszenierung von "Leonce und Lena" im Berliner Ensemble ist am 1. Mai.

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