"Komprimierung von Audiosignalen in Hifi-Qualität für Internet und Rundfunk"
MP3-Erfinder für Deutschen Zukunftspreis 2000 nominiert

Die Forscher vom Erlanger Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen haben mit ihrer Erfindung einen Weltstandard gesetzt.

rje DÜSSELDORF. Karlheinz Brandenburg, Bernhard Grill und Harald Popp haben mit MP3 (MPEG Audio Layer-3) einen Weltstandard geschaffen und ganz neben bei dafür gesorgt, das die gesamte Musikbranche aus den Fugen gerät. Die Forscher aus dem Erlanger Fraunhofer für Integrierte Schaltungen-Institut IIS-A, wurden nun für den "Deutschen Zukunftspreis - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation" nominiert. Sie vertreten ein großes Entwicklungsteam von Wissenschaftlern, die seit Anfang der achtziger Jahre an der Entwicklung des Audiocodierverfahrens gearbeitet haben.



Neben dem Erlanger Thema wurden von einer Jury aus unabhängigen Fachleuten drei weitere Themen vorgeschlagen.



Institutsleiter, Prof. Heinz Gerhäuser, ist stolz auf die Nominierung der Fraunhofer IIS-A Wissenschaftler. "Eine Forschungsleistung, die weltweit das Internet beeinflusst hat und auch noch beeinflussen wird, verdient den Zukunftspreis" ist Gerhäuser überzeugt.



Die endgültige Entscheidung, welche der vier Themen den mit 500 000 DM dotierten Preis erhält, fällt erst bei der Preisverleihung am 19. Oktober. Auf der EXPO 2000 wird Bundespräsident Johannes Rau den Zukunftspreis persönlich an den Preisträger überreichen.



Der Deutsche Zukunftspreis zeichnet seit 1997 jährlich Personen oder Teams für eine herausragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovation aus, die besonders anwendungs- und marktfähig sein soll.

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