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Kompromiss bei FAG: Der Standort Eltmann bleibt erhalten

Bei den geplanten Einsparungen beim Wälzlagerkonzern FAG Kugelfischer bleibt der Standort Eltmann im Landkreis Haßberge entgegen ursprünglicher Planung doch erhalten.

dpa-afx SCHWEINFURT. Bei den geplanten Einsparungen beim Wälzlagerkonzern FAG Kugelfischer bleibt der Standort Eltmann im Landkreis Haßberge entgegen ursprünglicher Planung doch erhalten. Nach dpa-Informationen verständigten sich die Unternehmensspitze, der Betriebsrat und die IG Metall am Sonntag bei ihren Verhandlungen in Schweinfurt aber auf einen teilweisen Personalabbau. FAG wollte nach ursprünglicher Planung das Wälzlagerwerk im unterfränkischen Eltmann mit 670 Beschäftigten schließen und die Produktion nach Osteuropa verlagern.

Auch am Standort Schweinfurt ist ein Personalabbau vorgesehen. In Schweinfurt sollten der ursprünglichen Planung zufolge 360 Stellen abgebaut werden. Nun hieß es, betriebsbedingte Kündigungen sollten hier weitgehend vermieden werden. Dazu habe man Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung gefunden.

Komplizierter Kompromiss

Es handele sich insgesamt um ein sehr kompliziertes Kompromisspapier, verlautete aus Verhandlungskreisen. Die Belegschaft in Eltmann soll demnach Einbußen bei Sonderleistungen des Unternehmens hinnehmen und so einen eigenen Beitrag zur Standortrettung leisten. Es gebe dort aber keine Einschnitte in tarifvertraglich geregelte Ansprüche der Beschäftigten.

Die Belegschaften an den Standorten in Schweinfurt, Eltmann, Elfershausen und Wuppertal sollen am Montagvormittag über den erzielten Kompromiss informiert werden. Danach ist eine gemeinsame Pressekonferenz von Unternehmensspitze, Betriebsräten und IG Metall vorgesehen.

Am Sonntagnachmittag hatte es bei der Gewerkschaft zunächst noch geheißen: "Es ist noch alles offen." Dann wurde aber doch noch ein Durchbruch erzielt. Die IG Metall hatte der FAG-Mutter INA-Schaeffler (Herzogenaurach) zuvor vorgeworfen, aus reinem Profitstreben tausende Menschen in Existenznot zu treiben. INA-Chef Jürgen Geißinger nahm nach Gewerkschaftsangaben selbst nicht an den Verhandlungen teil.

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