Kompromiss im Atomkraftwerk-Streit
AKW Obrigheim bleibt länger am Netz

Das umstrittene älteste deutsche Atomkraftwerk Obrigheim darf zwei Jahre länger am Netz bleiben als im Atomkonsens vorgesehen. Darauf einigten sich das Bundeskanzleramt sowie das Umwelt- und Wirtschaftsministerium nach Angaben von Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) am Montag.

HB/dpa BERLIN. Im Streit um die Verlängerung der Laufzeit von Obrigheim wurde damit ein Kompromiss erzielt. Der Betreiber, Energie Baden-Württemberg (EnBW) hatte eine Laufzeitverlängerung von fünf Jahren beantragt und sich dabei auf eine Zusage von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) berufen.

Das Bundesumweltministerium habe im Einvernehmen mit Kanzleramt und Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) unter mehreren Maßgaben einer Verlängerung zugestimmt, sagte Trittin in Berlin. So würden nicht wie von EnBW beantragt von dem neuen Atomkraftwerk Neckarwestheim II Strommengen auf Obrigheim übertragen, sondern von dem wesentlich älteren Meiler Philippsburg I. Außerdem dürften nicht wie beantragt 15 Terawattstunden, sondern nur 5,5 Terawattstunden übertragen werden. Dies entspreche einer zusätzlichen Laufzeit von zwei Jahren für Obrigheim. Entsprechend verkürze sich die Laufzeit des 22 Jahre alten Atomkraftwerks Philippsburg.

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