Kompromiss um Michigan und Florida
Rupert Murdoch geht auf Schmusekurs mit Obama

Der Medienmogul hat entschieden: Barack Obama ist der Kandidat schlechthin für die Demokraten - sagt Rupert Murdoch. Da ist Hillary Clinton natürlich ganz anderer Meinung. In ihrem Kampf um die Stimmen aus Michigan und Florida zeichnet sich nun ein Kompromiss ab.

HB Carlsbad/Washington. Barack Obama ist ein Phänomen. Das meinen inzwischen sogar schon bekennende Konservative wie Rupert Murdoch - der gar noch an einen Erdrutsch-Sieg der Demokraten unter einem Kandidaten Obama bei der US-Präsidentenwahl glaubt. Mit Hillary Clinton, die im Streit mit ihrem Kontrahenten über die Wertung der Delegierten aus den US-Staaten Florida und Michigan derweil um einen Kompromiss feilscht, beschäftigt sich der Medienmogul nicht einmal mehr

.

"Es gibt das Obama-Phänomen", sagte Murdoch am Mittwoch am Rande einer High-Tech-Konferenz nahe San Diego. Zudem leide der Durchschnittsamerikaner finanziell unter der Rezession. All dies spreche für Obama, sagte Murdoch. Auf die Unterstützung eines Kandidaten wollte er sich aber noch nicht festlegen, fügte aber schnell hinzu: "Ich möchte Obama treffen." Er wolle wissen, ob Obama seinen Worten auch wirklich Taten folgen lassen werde.

Murdoch gilt zwar als eher dem konservativen Lager anhängend, ist aber gleichzeitig vor allem eines: ein großer Pragmatist, der bei Bedarf auch die Seiten wechselt, wenn er politische Veränderungen erkennt.

So weit wie Murdoch, der Obama als Kandidaten eigentlich schon anerkannt hat, ist Hillary Clinton noch nicht. Im Streit der demokratischen Präsidentschaftsbewerber um die Wertung der Delegierten aus den US-Staaten Florida und Michigan liegt nun allerdings ein Kompromissvorschlag auf dem Tisch. Nach einer Einschätzung von Anwälten der Demokratischen Partei könnten ohne eine Regelverletzung die Hälfte der insgesamt 368 Delegierten auf dem Nominierungsparteitag im Spätsommer ein Stimmrecht erhalten, wie die "Washington Post" am Donnerstag meldete.

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