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Kompromissvorschlag zu Nahost auf UNO-Konferenz

Gastgeber Südafrika hat auf der UNO-Konferenz gegen Rassismus einen Kompromissvorschlag für das Abschlussdokument vorgelegt, der den Streit um eine Verurteilung Israels beenden soll.

rtr DURBAN. "Wir haben den Vorschlag erhalten", bestätigte ein Diplomat der Europäischen Union (EU) am Donnerstag in Durban, ohne Einzelheiten zu nennen. Die EU hatte einen Auszug aus der Konferenz nicht ausgeschlossen, wenn Israel in dem Entwurf weiter als rassistisch gebrandmarkt werden sollte. Der neue Vorschlag sei annehmbar, hieß es in EU-Kreisen. Allerdings habe die palästinensische Delegation noch Einwände. Die USA und Israel haben die Konferenz wegen des Streits bereits verlassen. Die Tagung soll am Freitag zu Ende gehen.

Keine Einigung zeichnet sich im Streit um Entschädigungen für die Versklavung von Millionen Afrikanern in den vergangenen Jahrhunderten ab. Etwa zwölf Millionen Menschen wurden vor allem nach Amerika verschleppt. Der Handel endete erst Anfang des 19. Jahrhunderts. Die afrikanischen Staaten verlangen eine formelle Entschuldigung von den damals beteiligten Staaten sowie Entschädigungen für den Sklavenhandel und den Kolonialismus. Beides wird vom Westen abgelehnt. Die EU hat weitere Hilfsgelder für die afrikanischen Staaten in Aussicht gestellt, Forderungen nach Entschädigung aber zurückgewiesen.

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