Konflikt erhält neuen Zündstoff
Nordkorea nimmt Atomanlage wieder in Betrieb

Im Streit mit den USA um sein Atomwaffenprogramm hat Nordkorea einer Agenturmeldung zufolge am Donnerstag einen weiteren Teil des 1994 getroffenen Abkommens aufgekündigt. Das nordkoreanische Außenministerium habe erklärt, mit sofortiger Wirkung eine Kernkraftanlage wieder in Betrieb zu nehmen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Reuters PJÖNGJANG. Dies sei zu Energieversorgung des Landes nötig. Nordkorea wird verdächtigt, in der Anlage Plutonium für Atomwaffen hergestellt zu haben. Die Anlage war auf der Basis des Abkommens mit den USA still gelegt worden.

Die Entscheidung sei eine Reaktion auf einen Stopp der Öllieferungen an das Land, die Teil des Abkommens gewesen waren, meldete Yonhap weiter. US-Informationen zufolge hat Nordkorea im Oktober eingeräumt, sich heimlich um angereichertes Uran zur Herstellung von Waffen zu bemühen. Daraufhin kündigten die USA und ihre Verbündeten, darunter Japan und Südkorea an, ihre Heizöllieferungen an das Land von Dezember an einzustellen.

In dem Abkommen hatte sich Nordkorea 1994 auf eine Einstellung seines Atomwaffenprogramms verpflichtet. Im Gegenzug hatten die USA Hilfen beim Bau zweier Reaktoren zur zivilen Nutzung der Atomkraft und Heizöllieferungen zugesagt.

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