Konflikt USA-China belasteten die Börse
Wall Street schließt mit deutlichen Verlusten

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Montag deutlich schwächer geschlossen. Analysten führten die markanten Kursverluste im Technologiesektor auf Befürchtungen der Anleger über schlechtere Gewinnentwicklungen der Unternehmen zurück.

rtr/dpa-afx NEW YORK. Überdies habe die Nasdaq im späten Geschäft auf Grund der steigenden Spannungen zwischen den USA und China unter vermehrtem Abgabedruck gestanden, hieß es. Der Konflikt nach dem Absturz eines US-Aufklärungsflugzeuges und eines chinesischen Kampfjets könnte sich negativ auf das Handelsabkommen der USA mit China auswirken und habe daher auch die Börse belastet. Die Technologiebörse war zwischenzeitlich auf ein 29-Monatstief gefallen. Das Börsenbarometer der Standardwerte schloss Händlern zufolge wegen der vorbörslichen Gewinnwarnung des Finanzdienstleisters American Express in der Verlustzone.

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte ging 1,02 % tiefer auf 9 777,93 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,25 % auf 1 145,86 Zähler, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 3,11 % auf 1 782,93 Zähler nachgab.

Die von der National Association of Purchasing Management gemessenen Daten über die Entwicklung des US-Erzeugermarktes wiesen im März eine Zunahme auf 43,1 Punkte auf, die über den Erwartungen der Analysten lag. Im Vormonat hatte der Wert 41,9 Punkte betragen. Zwar deuteten die jüngsten Zahlen zur US-Konjunktur auf eine weniger schwächer als erwartet ausgefallene Kontraktion des Industriesektors hin, doch dies habe der Stimmung nicht beflügelt, sagten Marktbeobachter.

Unter den Standardwerten mussten die Titel von American Express Einbußen hinnehmen und ermäßigten sich um 3,85 % auf 39,71 Dollar. Das Unternehmen hatte am Montag vor Handelsbeginn eine Gewinnwarnung für das erste Quartal abgegeben. American Express erwarte für die Periode im Vergleich zum Vorjahr eine Verringerung des Gewinnes um 18 %, hieß es. Begründet wurde dies mit Abschreibungen auf hochverzinsliche Wertpapiere und deren Verkauf. Im Januar hatte das Unternehmen als Ziel für das Gesamtjahr einen Gewinnzuwachs von 12 % vorgegeben. Dies sei angesichts der schwachen US-Wirtschaft unwahrscheinlich geworden, hieß es.

Ebenfalls unter Druck gerieten die Titel des Chemikalien-Herstellers W.R.Grace, die um 33,91 % auf 1,52 Dollar einbrachen. Zuvor hatte das Unternehmen Gläubigerschutz auf Grund der steigenden Anzahl von Klagen wegen Schädigungen durch Asbest beantragt, hieß es.

Im Technologiesektor mussten insbesondere die Aktien des Marketing-Informations Acxiom Inc. -Dienstleisters massive Abschläge verbuchen und sackten um 44,91 % auf 11-1/2 Dollar ab. Am Freitag hatte das Unternehmen eine Gewinnwarnung wegen der schwachen Wirtschaftsentwicklung bekannt gegeben. Ebenfalls unter deutlichen Kursschwächen litten die Titel des Halbleitersektors, so verloren Micron Technology über 12 % auf 36,25 Dollar.

Zu den wenigen positiven Ausnahmen der Nasdaq gehörten die Papiere des Software-Herstellers I2 Technologies Inc, die über 6 % auf 15-7/16 Dollar zulegten, obwohl das Unternehmen eine Gewinnverschlechterung und einen Stellenabbau um rund 10 % wegen der Unsicherheit der US-Konjunktur gemeldet hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,21 Mrd. Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1 861 Verlierer 1 181 Gewinnner, während 201 unverändert blieben. Bei Umsätzen von rund 1,81 Milliarden Aktien schlossen an der Nasdaq 2 724 Titel tiefer, 1 024 Titel höher und 557 unverändert.

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