Kongressanhörung mit Spannung erwartet
Reifenkrise löst bei Ford neue Probleme aus

In der seit Wochen schwelenden Reifenkrise wächst der Druck auf den US-Automobilkonzern Ford Motor Corp.

HB/zel NEW YORK/DÜSSELDORF. Nach Angaben der US-Straßensicherheitsbehörde NHTSA ist die Zahl der Todesopfer bei Unfällen mit dem Ford-Modell Explorer inzwischen um 29 auf 203 gestiegen. Mehr als 700 Personen wurden bei diesen Unfällen verletzt. Mit Spannung wurden am Dienstagabend die Ergebnisse einer US-Kongressanhörung zu der Explorer-Unfallserie erwartet.

Der amerikanische Reifenhersteller Bridgestone/Firestone lehnte jede Verantwortung für die Unfälle ab und machte Konstruktionsfehler am Explorer dafür verantwortlich. In einer ersten Gegenreaktion wies Ford die Vorwürfe von Firestone zurück. Dass der US-Automobilkonzern bereits Ende Mai 13 Millionen Firestone-Reifen vorsorglich von sich aus zurückgerufen habe, sei Ausdruck des "mangelnden Vertrauens" in die Firestone-Produkte, teilte Ford weiter mit. Der US-Autokonzern will diese Reifen durch die Pneus von Continental, Michelin und Goodyear ersetzen.

Ford droht mit diesem Austausch ein neues Problem. Ein Mitglied des Kongressausschusses, der den Fall untersucht, sagte am Dienstag in Washington, einige der vom US-Autokonzern ausgewählten Ersatzprodukte wiesen höhere Unfallraten als die Firestone-Pneus auf. Genauere Angaben sollten ebenfalls in der für Dienstag angesetzten Kongressanhörung gemacht werden.

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