Konjunkturabschwächung, Steuerreform und hoher Ölpreis zeigen Wirkung
Steuereinnahmen im Mai deutlich gesunken

BERLIN. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind nach Angaben des Bundesfinanzministeriums im Mai um rund elf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Samstag einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", wonach im vergangenen Monat rund sechs Mrd. DM weniger Steuergelder in die Staatskassen flossen als im Mai 2000. Dies entspreche einem Rückgang von 10,9 %.

Reuters BERLIN. Bei der Einkommensteuer sei ein Minus von 21,8 % verbucht worden, bei der Lohnsteuer ein Rückgang um 3,9 %. Die Einnahmen aus der Mineralölsteuer seien um rund 13 % gesunken. Um 18,4 % gestiegen seien dagegen die Einnahmen aus der Kraftfahrzeugsteuer, die den Ländern zugute kommt.

Der Sprecher des Finanzministeriums sagte, die Einnahmenentwicklung zeige, dass die Steuerreform ihre Wirkung entfalte und die Bürger entlastet würden. Forderungen aus der Union und aus der Wirtschaft, die nächste Stufe der Steuerreform vorzuziehen, um die Wirtschaftsentwicklung zu beleben, wies der Sprecher zurück.



Auch der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, Juergen Donges, forderte ein Vorziehen der nächsten Steuersenkung auf Anfang 2002. "Allein schon, dass die Regierung so etwas ankündigt, würde aus dem gegenwärtigen Stimmungstief heraushelfen", sagte Donges dem Magazin "Focus". "In jedem Fall rate ich, schnell zu entscheiden und darüber nicht monatelang zu diskutieren."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%