Konjunkturbericht der US-Notenbank veröffentlicht
Beige Book: Tempo der Erholung ist Grund zur Sorge

Die wirtschaftliche Aktivität der Vereinigten Staaten hat sich im vergangenen Monat nach Einschätzung der US-Notenbank (Fed) verbessert. Dennoch bestehe weiterhin Sorge über die Geschwindigkeit der konjunkturellen Erholung, gab die Fed in ihrem monatlichen Konjunkturbericht (Beige Book) bekannt.

Reuters WAHINGTON. Zwar signalisierte sie für fast alle Distrikte und Wirtschaftsbereiche eine Erholung. Allerdings sei die Situation am Arbeitsmarkt eher noch als "flau" zu bezeichnen. Auch die Unternehmensinvestitionen hielten sich in Grenzen. An den US-Aktienmärkten sorgte der Konjunkturbericht Händlern zufolge für sinkende Kurse.

"Fast alle Fed-Distrikte haben Zeichen einer Verbesserung oder aktuelle Zuwächse der Wirtschaftsaktivität seit der letzten Umfrage mitgeteilt", hieß es in dem Konjunkturbericht. Dennoch meldeten die Notenbanken von Dallas und Kansas City, dass in ihren Regionen die Wirtschaftslage "noch schwach" sei.

Dem Bericht zufolge stiegen die Umsätze im Einzelhandel in den meisten Regionen oder blieben stabil. Auch der stark angeschlagene Industriesektor verzeichnete in allen Gebieten Verbesserungen. Allerdings bleibe die Situation am Arbeitsmarkt weiterhin schwach und die von den Märkten genau beobachteten Pläne der Unternehmen für neue Investitionen "blieben begrenzt".

Die US-Börsen drehten am Mittwoch im Anschluss an den Konjunkturbericht ins Minus. Händler erklärten dies mit den Äußerungen der Fed, es gebe weiterhin Sorgen über die Geschwindigkeit der Konjunkturerholung und den begrenzten Unternehmensinvestitionen in den USA. "Der Markt wird sicherlich wieder wachsamer die wirtschaftliche Entwicklung beobachten", sagte Peter Cardillo, Chefstratege bei Global Partners Securities. "Obwohl das Beige Book positiver war als bisher, ist der wichtigste Bereich, die Investitionsausgaben, weiter negativ. Das hat Verkäufe nach sich gezogen."

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