Konjunkturbericht
Ifo meldet verschlechterte Geschäftslage der Industrie

Zugleich habe die Skepsis in den Erwartungen der Unternehmen weiter minimal abgenommen, teilte das Institut in seinem Konjunkturbericht mit.

vwd MÜNCHEN. Die aktuelle Geschäftslage im verarbeitenden Gewerbe Westdeutschlands hat sich im August nach Einschätzung des Münchener ifo-Instituts weiter verschlechtert. Zugleich habe die Skepsis in den Erwartungen der Unternehmen weiter minimal abgenommen, teilte das Institut in seinem Konjunkturbericht am Freitag mit. Die Eintrübung des Geschäftsklimas habe sich weiter fortgesetzt. Insgesamt bleibe die Nachfrage schwach, wenngleich die Unternehmen die Exportchancen günstiger sähen. Im verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands hat sich der Einschätzung zufolge die Stimmungsaufhellung aus dem Vormonat im August nicht fortgesetzt. In den Erwartungen sei nahezu unverändert Besorgnis zum Ausdruck gekommen.

Bei kaum noch rückläufiger Produktion habe ein weiteres Abschmelzen der Auftragsbestände nicht verhindert werden können. Angesichts des hohen Lagerdrucks dürfte die Produktion in nächster Zeit "bestenfalls stagnieren". Das westdeutsche Bauhauptgewerbe habe mit einer anhaltend niedrigen Kapazitätsauslastung zu kämpfen. Allerdings habe die Skepsis in den Geschäftserwartungen etwas nachgelassen. Mit 2,7 Monaten lagen die Auftragsbestände nur geringfüfig über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Für die kommenden Monate rechnen die Unternehmen mit leicht steigenden Preisen.

Zunahme des Preisdrucks erwartet

Das Geschäftsklima in der Bauwirtschaft der neuen Bundesländer habe im August den Tiefststand seit Beginn der Umfragen vor zehn Jahren erreicht. 60 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihren Auftragsbestand als nicht ausreichend. In den nächsten Monaten rechnen die Betriebe mit einer weiteren Zunahme des Preisdrucks und einem noch stärkeren Personalabbau. Im westdeutschen Großhandel habe die Aufwärtsentwicklung nach Einschätzung des ifo-Instituts weiter angehalten. Sowohl die aktuelle Lage als auch die-Aussichten für die nächsten Monate werden weniger zurückhaltend gesehen.

Zudem rechnen die Unternehmen wieder mit Spielräumen für Preissteigerungen. Auch die ostdeutschen Großhandels-Unternehmen bewerten im August ihre Lage deutlich weniger negativ als in den letzten Monaten. Ebenso würden die Aussichten für das kommende halbe Jahr weniger pessimistisch eingeschätzt. Die westdeutschen Einzelhändler sahen ihre aktuelle Geschäftslage im August wieder negativer als in den zwei Monaten zuvor, konnten allerdings gegenüber dem Vorjahr deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen.

Der Zukunft sahen die Unternehemn mit verminderter Skepsis entgegen. Die Verkaufspreise dürften in den nächsten Moanten "deutlich anziehen", schätzt das Institut ein. Dagegen verharre der Einzelhandel Ostdeutschlands auf dem unbefriedigenden Stand des Vormonats. Der Pessimismus in den Erwartungen habe jedoch etwas nachgelassen. Für die kommenden Monate rechnen die Unternehmen mit steigenden Verkaufspreisen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%