Konjunkturdaten bewegen die Märkte
Dollar setzt sich stärker vom Euro ab

Angetrieben durch die deutlichen Gewinne an den US-Aktienmärkten vom Vorabend hat der Dollar am Donnerstag zum Euro zugelegt. Entsprechend gab die Gemeinschaftswährung zeitweise mehr als einen US-Cent auf 0,9748 Dollar nach.

Reuters LONDON. Nach den überraschend hohen Daten zu den US-Erstanträgen auf Arbeitslosehilfe gab die US-Währung Händlern zufolge allerdings zeitweise einen Teil ihres Gewinns wieder ab, erholte sich dann aber wieder im Sog eines unerwarteten Anstiegs der US-Industrieproduktion rasch wieder. Die Anleger warteten nun auf die im Tagesverlauf noch anstehende Veröffentlichung des Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia.

In New York pendelte der Euro um den von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegten Referenzkurs von 0,9777 (Vortag 0,9857) Dollar. Im Referenzkursverfahren EuroFX war der Euro zuvor mit 0,9767 (0,9883) Dollar etwas niedriger festgelegt worden. Zum Yen gewann die US-Währung auf 117,55/60 (117,35) Yen.

"Der Dollar sieht nach der starken Entwicklung der US-Börsen vom Mittwoch wieder etwas fester aus", sagte Paul Mackel, Währungsstratege bei Dresdner Kleinwort Wasserstein. Ausschlaggebend für den Devisenhandel werde aber das Ergebnis der Fed von Philadelphia sein, fügte er hinzu. Die US-Aktienmärkte hatten den Handel am Mittwoch mit deutlichen Kursaufschlägen beendet. Der Nasdaq-Index hatte mehr als 5 % zugelegt, der Dow-Jones-Index mehr als 3 %. Für Donnerstag erwarteten Aktienhändler die Fortsetzung des Aufwärtstrends.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA verschlechterte sich nach Angaben des US-Arbeitsministeriums überraschend deutlich auf 388 000. Volkswirte hatten dagegen mit 378 000 Erstanträgen gerechnet. Dagegen stieg die US-Industrieproduktion im Juli entgegen den Erwartungen zum Vormonat um 0,2 %. Analysten hatten einen Rückgang von 0,1 % erwartet.

Beim Konjunkturindex der Fed von Philadelphia, der Aufschluss über den Stand der wirtschaftlichen Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe, erwarten Analysten einen leichten Anstieg auf 7,2 Zähler von 6,6 im Juli.

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