Konjunkturdaten drücken die Stimmung
US-Tech-Aktien gehen in den Keller

Technologieaktien verlieren im frühen Handel auf breiter Front. Der Dow- und der Nasdaq-Index büßen die Punktgewinne ein, die die Kursbarometer gestern gewinnen konnten. Mehrere gestern nach Börsenschluss veröffentlichten Nachrichten belasten den Aktienmarkt vor dem langen Wochenende. Nortel hatte gestern nach Börsenschluss mit einer Gewinnwarnung geschockt. Dell und Hewlett-Packard haben enttäuschende Quartalsergebnisse vorgelegt. IBM und Microsoft eröffnen als Dow-Jones-Verlierer.

Neue Konjunkturdaten drücken zudem weiter auf die Stimmung. Der Produzentenpreis-Index ist wesentlich höher ausgefallen als erwartet. Demnach sind Produzentenpreise um 1,1 Prozent angewachsen. Experten hatten lediglich 0,2 Prozent und damit gegenüber dem Vormonat eine leichte Abnahme prognostiziert. Auch die um Lebensmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate ist mit 0,7 Prozent mehr angestiegen als geschätzt. Verursacht wird der starke Anstieg vor allem durch Gas-, Lebens, Zigaretten- und Autopreise, die stark angezogen haben. Der hohe Anstieg lässt nun befürchten, dass die US-Notenbank in der nahen Zukunft die Leitzinsen nicht senken wird.

Den Markt belasten besonders die schlechten Nachrichten von Nortel. Niemand hat damit gerechnet, doch das kanadische Unternehmen veröffentlichte gestern nach Börsenschluss unerwartet eine drastische Gewinnwarnung. Für das laufende Quartal und das Gesamtjahr reduziert der weltgrößte Hersteller von Glasfaserausrüstung die Aussichten. Noch vor einem Monat hielt Nortel die Erwartungen der Wall Street für erreichbar. Darüber hinaus wird der weltgrößte Hersteller von Glasfaserausrüstung 10.000 Stellen und damit vier Prozent der Belegschaft abbauen. Nortel verliert im frühen Handel fast 40 Prozent an Marktwert.

Dell Computer verfehlte die Konsensschätzungen um einen Cent. Der Umsatz ist mit einem Wachstum von 29 Prozent allerdings stärker als erwartet. Um Kosten zu senken, plant das Management 1.700 Arbeitsstellen oder rund vier Prozent der Belegschaft abzubauen. Für das laufende Quartal prognostiziert Dell einen Gewinn der unter den Markterwartungen liegt. Die Aktie tendiert um sieben Prozent schwächer.

Hewlett-Packard enttäuscht vor allem mit dem Umsatz. Die Gewinnerwartungen der Wall Street kann der Computerhersteller allerdings einhalten. Der Umsatz war in allen Bereichen schwach, mit dementsprechend auch belasteten Margen. Zudem sind sowohl die kurz- als auch langfristigen Aussichten extrem schwer abzuschätzen. Als Ursache gab das Unternehmen die weltweit abschwächende Wirtschaftslage und die gesunkenen Unternehmensausgaben im Computerbereich an. Die Konsumenten seien bei ihren Ausgaben für Computer und Drucker zurückhaltender geworden. Die Hewlett-Packard fällt um zehn Prozent.

Nach unten geht es auch für Schering-Plough. Der Pharmakonzern wird nicht in der Lage sein die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das erste Quartal einzuhalten. Verantwortlich für die enttäuschende Entwicklung seien Produktionsschwierigkeiten und, damit verbunden, eine Verschiebung der Zulassung für ein neues Medikament, "Clarinex", ein Mittel gegen Allergien.

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