Konjunkturdaten dürften angesichts der Anschläge in den USA kaum ein Rolle spielen
Deutsche Börsen erwarten nur geringe Umsätze

Die deutschen Aktien dürften am Freitag etwas leichter in den Handel starten. Das Handelshaus Lang & Schwarz berechnete den Leitindex DAX gegen 8.25 Uhr mit 4 384 Punkten.

dpa-afx FRANKFURT. Händler rechnen damit, dass sich der Markt auch zum Wochenschluss mit Kursschwankungen und eher geringen Volumen präsentiert, da sich die meisten Investoren vor der Wiedereröffnung der US-Börsen zurückhielten. "Daher ist eine Vorhersage nur ganz schwer zu machen", sagte ein Händler von Schnigge. Konjunkturdaten dürften angesichts der Anschläge in den USA kaum ein Rolle spielen, hieß es.

Am Vortag hatten sowohl die Standardwerte als auch der Neue Markt den Handel deutlich gestärkt beendet. Der Leitindex Dax zog um 1,32 % auf 4 392,40 Punkte an. Am Neuen Markt gewann der Nemax 50 um 1,02 % auf 857,75 Zähler. Die mittelgroßen Werte im MDax verteuerten sich um 0,10 % auf 4 085,61 Punkte.

Die US-Börsen werden am Montag um 9.30 Uhr Ortszeit (Eastern Time) den Handel wieder aufnehmen. Dies teilte Dick Grasso, Chef der New York Stock Exchange (NYSE), am Donnerstag in New York mit. Zuvor sollen am Samstagvormittag Tests durchgeführt werden, darunter an der Nasdaq und an der NYSE. Die US-Börsen sind seit den Terroranschlägen am Dienstag geschlossen.

Die Vorgaben von Japan waren deutlich positiv: Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte gewann bis zum Handelsschluss um 4,12 % auf 10 008,8 Punkte.

Die Aktie des Software-Konzerns SAP dürfte das Interesse auf sich ziehen. Der US-Softwareanbieter Oracle hat im ersten Quartal einen Gewinn je Aktie von neun US-Cent erzielt und damit Vorjahresergebnis und Analystenerwartungen übertroffen. Im Vorjahreszeitraum habe der Konzern einen Gewinn je Aktie von acht US-Cent erwirtschaftet, teilte Oracle am Donnerstag mit. Analysten der Wall Street hatten im Durchschnitt mit einer Wiederholung dieses Ergebnisses gerechnet.

In den Fokus der Anleger könnte einmal mehr die T-Aktie rücken. Laut einem Zeitungsbericht warnt die British Telecom vor UMTS-Risiken. "Wir können nicht sicher sein, dass die Nachfrage nach UMTS-Diensten die Kosten gerechtfertigt", heißt es in einer Studie, die der FTD vorliegt. Allerdings glauben Händler, dass die schlechten Nachrichten bereits in den Kurs eingepreist sein dürften.

Händler vermuten zudem, dass die Versicherer Allianz und Münchener Rück ihren Erholungskurs fortsetzen werden.

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