Konjunkturdaten enttäuschen
US-Börsen weiter im Minus

Die US-Aktienmärkte haben sich am Donnerstag im Geschäftsverlauf schwach präsentiert. Das Interesse der Anleger an einigen ausgewählten Technologiewerten habe die Kurse an der Technologiebörse Nasdaq gestützt, sagten Händler. Überraschend schwache Daten zur US-Produktivität sowie einige trübe Unternehmensprognosen hätten die Unsicherheit der Anleger jedoch verstärkt.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index beendete den New Yorker Handel mit einem Minus von 0,7 % auf 7 929 Punkte, der technologielastige Nasdaq-Index stagnierte auf dem Vortagesniveau von auf 1 301 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,64 % auf 838 Punkte.

"Einige Aktien an der Nasdaq sind auf diesem Kursniveau attraktiv, aber das könnte morgen wieder vorbei sein", sagte Burton Schlichter, Marktanalyst bei Lind-Waldock & Co. Die Anleger hielten sich nach der Rede von US-Außenminister Colin Powell vom Mittwoch zurück und versuchten, dessen Äußerungen zu verdauen, sagten Händler. "Die Anleger haben Angst, sich zu engagieren, weil sie nicht wissen, wie sich die Lage in Irak entwickelt. Wir brauchen etwas mehr Klarheit", sagte Todd Leone von S.G. Cowen.

Händler sagten, die überraschend schwachen Daten zur US-Produktivität hätten die Sorgen der Anleger über die Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft verstärkt. Vor Börsenbeginn hatte das US-Arbeitsministerium mitgeteilt die Produktivität der US-Wirtschaft sei im vierten Quartal 2002 aufs Jahr hochgerechnet um 0,2 % gesunken. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen einen Anstieg um 0,4 % vorausgesagt. "Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die Konjunktur sich sehr langsam erholt", sagte Edgar Peters, Chefinvestment-Officer bei PanAgora Asset Management.

Die Aktien des US-Elektronikkonzerns Agilent Technologies brachen fast ein Viertel auf 12,54 $ ein. Das Unternehmen hatte am Vortag nach US-Börsenschluss mitgeteilt, Umsatz und Ergebnis würden im ersten Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die Kunden zögerten vor allem bei größeren Bestellungen, hieß es zur Begründung. Die Papiere des größten US-Pipelinekonzerns El Paso Corp rutschten rund 17 % auf 5,11 $ ab. Einige Investmentbanken hatten ihre Bewertung für die Aktien des Unternehmens am Donnerstag zurückgenommen. El Paso hatte am Vortag eine Dividendenkürzung um 82 %, den Verkauf von zusätzlichen Vermögenswerten und eine Senkung der Investitionen angekündigt, um die Liquiditätslage zu verbessern.

Die Aktien der größten US-Bekleidungskette Gap stiegen um rund 3,5 % auf 15,51 $ und gehörten zu den umsatzstärksten Werten an der New York Stock Exchange. Gap hatte zuvor mitgeteilt, der Umsatz in den mindestens seit einem Jahr geöffneten Geschäften sei im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 16 % gestiegen. Gap hob außerdem die Gewinnprognose für das vierte Quartal an.

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