Konjunkturdaten überraschend positiv
Wall Street: Günstige Zahlen hieven Kurse nach oben

Die Wall Street hat dank günstiger US-Konjunkturdaten doch noch die Wende geschafft und höher geschlossen. Sorgen über einen erneuten Wirtschaftabschwung scheinen unbegründet.

Reuters NEW YORK. Unerwartet positive Konjunkturdaten haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag im späten Geschäft ins Plus gezogen und zu festeren Schlusskursen geführt. Nachdem zuvor die anhaltende Angst vor möglichen weiteren Anschlägen in den USA und die wachsenden Spannungen an den internationalen Krisenherden die Wall Street belastet hätten, habe der Optimismus am Markt am Ende die Oberhand gewonnen, sagten Händler.

Der Blue-Chip-Index Dow Jones stieg zum Handelsschluss um 0,57 Prozent auf 10.216,08 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Index verzeichnete ein Plus von 1,44 Prozent auf 1697,63 Zähler. Der breiter gefasste Standard & Poor's Index ging 1,02 Prozent höher bei 1097,08 Zählern aus der Sitzung.

"Die Wirtschaftsdaten waren ziemlich gut", sagte Stephen Bliss, Händler bei Cantor Fitzgerald. Es herrsche Optimismus darüber, dass die Verbraucherausgaben die Wirtschaft aufrecht hielten. Investiert hätten insbesondere auch Kleinanleger. Dennoch seien die Investoren vor dem verlängerten Wochenende vorsichtig, fügte Bliss hinzu. Am Montag fällt der Handel an der Wall Street auf Grund des Feiertags Memorial Day aus.

Bereits zum Sitzungsbeginn hatten die Indizes mit Kursgewinnen auf den unerwartet starken Anstieg der US-Auftragseingänge für langlebige Güter reagiert. So ergab sich nach Angaben des US-Handelsministeriums im April ein Plus von 1,1 Prozent zum Vormonat. Von der Agentur Reuters befragte Volkswirte hatten ein Auftragsplus von lediglich 0,4 Prozent prognostiziert. Belastend wirkten sich demgegenüber Händlern zufolge weiterhin die Warnungen vor neuen Anschlägen in den USA, die Situation im Nahen Osten sowie die Spannungen zwischen den Nuklearmächten Indien und Pakistan aus.

Für Auftrieb im Dow Jones sorgten Händlern zufolge die Titel des US-Mischkonzerns General Electric, die mit einem Plus von 3,3 Prozent bei 32,95 Dollar aus dem Handel gingen. Zudem gewannen die Aktien der zweitgrößten US-Bankholding J.P. Morgan Chase 2,16 Prozent auf 38,37 Dollar.

Zu den Verlierern gehörten hingegen Halbleiter-Aktien. Der S&P-Index für Halbleiter-Ausrüster verlor zum Handelsschluss mehr als ein Prozent. Der Aktienkurs des weltgrößten Herstellers von Computerchips Intel fiel 0,7 Prozent auf 29,29 Dollar. Auch die Anteilsscheine des Grafikprozessoren-Herstellers Nvidia gaben sechs Prozent nach auf 35,73 Dollar, obwohl das Unternehmen am Vortag einen höheren Quartalsgewinn bekannt gegeben hatte als von Analysten erwartet.

Der Aktienkurs des Telekom-Ausrüsters Ciena fiel um 5,6 Prozent auf 6,08 Dollar, nachdem der Konzern im zweiten Geschäftsquartal bei einem Umsatzeinbruch seinen Verlust erheblich ausgeweitet hatte. Auch für das laufende dritte Geschäftsquartal erwartet Ciena keine Umsatzbelebung.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 97-28/32. Sie rentierten mit 5,16 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 14/32 auf 95-24/32 bei einer Rendite von 5,68 Prozent.

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