Konjunkturdaten und Intel stützen: US-Börsen beschließen Woche kaum verändert

Konjunkturdaten und Intel stützen
US-Börsen beschließen Woche kaum verändert

Die US-Börsen haben am Freitag wenig verändert geschlossen. Nachdem besser erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten und eine positive Analysteneinschätzung für die Aktien des US-Chipkonzerns Intel zunächst für eine freundliche Tendenz gesorgt hätten, seien die Kriegsängste im späten Geschäft wieder mehr in den Vordergrund getreten, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit plus 0,08 % auf rund 7 891 Punkten, der technologielastige Nasdaq-Index stieg um rund 1 % auf 1 338 Zähler. Der breiter gefasste S&P-Index kletterte 0,5 % auf 841 Punkte.

Im Streit um die Zerstörung der irakischen "El Samud"-Raketen haben Irak und die Vereinten Nationen (UNO) am Freitag einen fristgerechten Beginn der Verschrottung am Samstag als möglich bezeichnet. Irak hatte seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, mit der Zerstörung zum Ablauf der gesetzten Frist am 1. März beginnen zu wollen. Die USA und Großbritannien zeigten sich von der Ankündigung unbeeindruckt.

"Die Anleger haben immer noch Angst, dass etwas im Nahen Osten passiert", sagte Todd Clark, Leiter Aktienhandel bei Wells Fargo Securities in San Francisco. Die Entscheidung Iraks, seine Raketen zu zerstören werde zwar positiv aufgenommen, aber US-Präsident George W. Bush habe bereits signalisiert, das dies nicht ausreiche. Angesichts der weltpolitischen Lage hielten sich die Anleger zurück, sagten Analysten. "Bei so viel weltpolitischer Unsicherheit will man keine großen Positionen aufbauen", sagte Craig Cummins, Händler bei Cantor Fitzgerald.

Der Aktienkurs von Intel zog rund 3,4 % auf 17,26 $ an. Die Investmentbank Lehman Brothers hatte ihre Gewinnprognose je Aktie für das Geschäftsjahr 2003 auf 0,63 von 0,60 $ angehoben. Für 2004 rechnet die Bank mit einem Gewinn je Aktie von 0,82 $ statt bisher 0,80 $. Lehman Brothers begründete diese Einschätzung mit der Nachfrage aus dem Ausland und dem Gewinn von Marktanteilen.

Die Aktien des US-Bekleidungskonzerns Gap brachen dagegen um rund 12 % auf 13,04 $ ein. Das Unternehmen war zwar im vierten Quartal nach eigenen Angaben wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt, hatte aber von einem unerwartet schwachen Start in die Frühjahrssaison berichtet.

Die Papiere des US-Softwareherstellers Novell büßten rund 15,6 % auf 2,60 $ ein. Das Unternehmen war im abgelaufenen ersten Quartal in die Verlustzone gerutscht und hatte einen Ausblick für das laufende Quartal sowie das Gesamtjahr 2003 mit Hinweis auf die schwache Konjunktur abgelehnt.

Kurz vor Börsenöffnung veröffentlichte Zahlen des Handelsministeriums für das Wachstum der US-Wirtschaft wiesen ein Plus für das vierte Quartal von 1,4 (erste Schätzung 0,7) % aus. Analysten hatten lediglich mit einem auf das Jahr hochgerechneten Wirtschaftswachstum von 1,0 % gerechnet. "Die Konjunkturdaten waren ziemlich gut und lagen über den Erwartungen. Aber der Markt pendelt im Moment ständig auf und ab", sagte Andrew Baker, Nasdaq-Händler bei der Investmentbank Wedbush Morgan.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,31 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 924 Werte legten zu, 1 282 gaben nach und 223 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,29 Mrd. Aktien 1 651 im Plus, 1 576 im Minus und 14 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 101-14/32. Sie rentierten mit 3,7 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten 24/32 auf 110-27/32 und hatten eine Rendite von 4,68 %.

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