Konjunkturelle Daten dürften Handel bestimmen
US-Werte schwach nach Mittwochs-Rally

Dreistellig rauf am Dienstag, dreistellig runter am Mittwoch, der Dow hat die Woche mit Schwung begonnen. Am Donnerstag deuten die Futures allerdings auf einen eher flachen Start hin, die drei großen US-Indizes notieren eine halbe Stunde vor Handelsbeginn mit Verlusten.

wsc NEW YORK. Eine Reihe konjunktureller Daten dürfte den Handel am Donnerstag bestimmen: Noch vor der Glocke wurden die aktuellen Zahlen aus dem Arbeitsmarkt vorgelegt. Nachdem die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sechs Wochen in Folge gesunken sind, haben in der vergangenen Woche 338 000 Amerikaner erstmals um Unterstützung von Uncle Sam gebeten - 10 000 mehr als in der Vorwoche, 8 000 mehr als Analysten erwartet hatten. Das Handelsdefizit hingegen ist hingegen zurückgegangen und beträgt nur noch 25 Mrd. $, die Wall Street hatte mit 28 Mrd. $ gerechnet.

Am Vormittag warten Marktbeobachter auf den Index der "führenden Indikatoren" für Januar. Dieser bietet üblicherweise keine Überraschungen, da die meisten Indikatoren im Laufe der vergangenen Wochen bereits veröffentlicht wurden. Doch fasst er den konjunkturellen Trend komfortabel zusammen. Die Wall Street erwartet ein Plus von 0,6 % für den Index.

Von Unternehmensseite bewegen sich erneut einige große Tech-Werte. Die Aktie von Intel ist am Morgen mit einem Minus von 2,5 % einer der größten Verlierer. Die Analysten der Bank of America haben die Gewinnerwartungen für den Chip-Giganten von 69 auf 65 Cent pro Aktie gesenkt. Die Hersteller von Motherboards, dem Herzstück jeden Computers, sehen eine rasche Erholung des Marktes nicht mehr so klar wie noch vor Wochen.

Auch nicht besser sieht es bei Ciena aus. Der Netzwerk-Gigant hat am Morgen seinen größten Quartalsverlust aller Zeiten gemeldet. Bereits im Januar hatte man gewarnt, das Defizit werde aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage aus dem Telekommunikationsbereich größer ausfallen als erwartet, es waren nun 56,7 Mill. $ oder 17 Cent pro Aktie. Eine Trendwende sieht man bei Ciena nicht, für das laufende Quartal spricht das Management erneut eine Warnung aus. Ciena verliert vorbörslich bereits 10 % und zieht auch andere Aktien des Sektors in die Tiefe. Cisco und Juniper Networks verlieren um 4 %.

Noch mehr schlechte Nachrichten aus dem Telekombereich kommen von Nextel. Der Mobilfunkkonzern hat am Morgen Zahlen vorgelegt, dabei aber den Gewinn pro Aktie verschwiegen. Man habe noch nicht ausreichend Klarheit über die Ergebnisse aus dem internationalen Geschäft, heißt es von Seiten des Managements. Optimistische Kommentare darüber, dass die Zahl der Abonnenten erneut gestiegen sei und der Umsatz am oberen Ende der Erwartungsspanne liege, versöhnen Anleger nicht. Die Aktie verliert 6,5 %.

Auch für AOL Time Warner geht es am Donnerstag weiter bergab. Janus Capital, einer der größten Anteilseigner, hat größere Aktienpakete abgestoßen, wie das Wall Street Journal aufdeckt. Nach außen hätten sich die Fondmanager von Janus stets positiv über die Medien- und Entertainment-Aktie geäußert, daher überrasche es umso mehr, dass das Unternehmen in den letzten Monaten 25 % seiner 25 Millionen Dollar schweren Anteile verkaufte habe. AOL verliert vorbörslich 3 %.

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