Konjunktureller Abschwung hält weiter an
Einbruch beim Frühindikator Ost

Die ostdeutsche Wirtschaft kommt nicht in Fahrt. Im zweiten Quartal 2002 brach der Frühindikator, den das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelt, überraschend um 0,17 Punkte ein.

DÜSSELDORF. Mit 0,29 Punkten fiel der Index, in den Daten über Zinsen, Auftragseingänge und Unternehmensbefragungen einfließen, damit auf den niedrigsten Stand seit 1999. Gegenüber dem Vorjahresquartal (0,56 Punkte) hat sich der Indexwert nahezu halbiert. Auch der Produktionsindex für das produzierende Gewerbe in Ostdeutschland gibt zurzeit wenig Anlass für Aufschwungshoffnungen: Er lag mit 122,6 Zählern im ersten Quartal um 0,6 Punkte unter dem Vorjahresniveau.

Der starke Einbruch des Frühindikators Ost belegt nach Einschätzung der IWH-Experten, dass der konjunkturelle Abschwung in den neuen Ländern weiter anhält. Insbesondere die Industrie bekommt den Nachfrageeinbruch zu spüren. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftsaussichten für die kommenden Monate haben sich zuletzt wieder deutlich eingetrübt.

Diese massiven Abwärtstendenzen können die positiven Einflüsse auf den Indikator zurzeit nicht aufwiegen. Immerhin fielen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in den ersten Monaten dieses Jahres überraschend gut aus, das Geschäftsklima in der Bauwirtschaft hat sich deutlich aufgehellt. Auch die steigende Zinsdifferenz hat dazu beigetragen, dass der Frühindikator Ost nicht noch stärker unter Druck kam. Bei nahezu unveränderten Geldmarktzinsen und steigenden Zinsen am langen Ende hat die Zinsdifferenz in den ersten Monaten dieses Jahres um rund einen halben Prozentpunkt zugenommen.

Quelle: Wirtschaftswoche

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