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Konjunkturflaute beschert MAN Gewinneinbruch

Nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal hat der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern seine Ertragsprognose für das laufende Jahr abgeschwächt. In den ersten drei Monaten sank das Ergebnis vor Steuern um 19 % auf 91 Mill. ?.

dpa MÜNCHEN. Nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal hat der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern Man seine Ertragsprognose für das laufende Jahr abgeschwächt. In den ersten drei Monaten sank das Ergebnis vor Steuern um 19 % auf 91 Mill. ?. Sowohl im Maschinen- und Anlagenbau als auch bei den Nutzfahrzeugen fiel das Minus überproportional aus. Auf Grund der Konjunkturflaute werde der Gewinnrückgang im Gesamtjahr verglichen mit dem Geschäftsjahr 1999/2000 (30. Juni) möglicherweise höher ausfallen, als bisher angenommen, berichtete die Man AG (München) am Dienstag. Zuletzt hatte MAN vor Steuern einen Gewinnrückgang von zehn Prozent erwartet.

Der Umsatz wuchs im ersten Quartal um fünf Prozent auf 3,35 Mrd. ?. Der für Maschinenbauer wichtige Auftragseingang stieg noch um sechs Prozent auf knapp 4,3 Mrd. ?. Gut die Hälfte des Zuwachses ist jedoch auf Zukäufe zurückzuführen. Bei Nutzfahrzeugen sank der Auftragseingang laut Mitteilung sogar um zwei Prozent auf 1,67 Mrd.. ?. Weitere Prognosen seien derzeit schwierig. "Dies gilt insbesondere für die Frage, ob die spürbare Abkühlung der Investitionsgüternachfrage in den USA auch auf Europa übergreift."

Die Ertragslage habe sich insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau verschlechtert, berichtete Man. Das Vorsteuerergebnis brach hier von 48 auf sechs Mill. ? ein. Die Nutzfahrzeugesparte erzielte vor Steuern ein um ein Drittel niedrigeres Ergebnis von 18 Mill. ? (35,2 Mill. DM). Den Rückgang führte der Konzern unter anderem auf schwächere Margen und die Umstellung auf eine neue Fahrzeuggeneration zurück. Die operativen Belastungen wirkten sich stärker aus, als erwartet. Beim Gewinn zulegen konnten dagegen unter anderem die Bereiche Druckmaschinen und Industrielle Dienstleistungen.

Der Man-Konzern stellt sein Geschäftsjahr derzeit auf das Kalenderjahr um. Einschließlich der Neukonsolidierungen werde für 2001 im Vergleich mit 1999/2000 weiterhin ein Umsatzanstieg von gut zehn Prozent auf 16,5 Mrd. ? erwartet, hieß es. Auch der Auftragseingang solle sich in dieser Größenordnung bewegen.

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