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Konjunkturinstitute: Deutschland 2002 Schlusslicht im Euroland

Mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 % wird Deutschland nach Prognose von acht europäischen Instituten 2002 das Schlusslicht im Euroland bilden. Im Schnitt trauen die Institute den zwölf Euro-Ländern im nächsten wie in diesem Jahr 1,6 % Wachstum zu.

dpa BERLIN. Dies geht aus dem am Montag vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin vorgelegten Ausblick hervor. Darin gehen die Forscher von wesentlichen Einflüssen der terroristischen Attacken auf die Konjunktur der USA, weltweit und in Europa aus.

So schätzen sie das Wirtschaftswachstum in den USA 2001 und 2002 nur noch auf real 1,0 %. Das DIW und das Kieler Institut für Weltwirtschaft, die beide am jetzigen Ausblick mitwirkten, waren für Amerika im kürzlich vorgelegten deutschen Herbstgutachten noch von 1,7 % durchschnittlichem Wachstum im Jahr 2002 ausgegangen.

Die jüngsten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank - zwei Schritte um jeweils 0,5 %punkte in den vergangenen zwei Monaten - werden von der Euroframe-Gruppe der Wirtschaftsinstitute positiv bewertet. Nun werden auch von Finanzpolitik Beiträge zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage verlangt. Dies sei aber kein Aufruf zur Verabschiedung defizitfinanzierter Konjunkturprogramme, sagte DIW-Experte Gustav Horn. Er kritisierte jedoch: "Wir haben in Deutschland eine restriktive Finanzpolitik. Und das muss geändert werden."

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