Konjunkturtest des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung
Stimmung in der Bauwirtschaft weiter verschlechtert

dpa MÜNCHEN. Die deutsche Bauwirtschaft kommt nicht aus der Krise. Wie aus dem jüngsten Konjunkturtest des Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung für den Monat Dezember hervorgeht, hat sich das Geschäftsklima in Ost und West weiter verschlechtert. In den neuen Bundesländern erreichte es sogar einen neuen Tiefpunkt seit Start der Umfrage Anfang der neunziger Jahre. Die Unzufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage sei in der Bauwirtschaft nach wie vor überaus groß. Die Geschäftserwartungen für das erste Halbjahr 2001 haben sich weiter eingetrübt.

Die Reichweite der Auftragsbestände im westdeutschen Bauhauptgewerbe verringerte sich im Westen der Befragung zufolge von 2,6 auf 2,5 Monate. In Ostdeutschland waren es sogar nur noch 1,8 Monate. Knapp 70 % der Testteilnehmer in den neuen Bundesländern bezeichneten ihre Auftragsbestände als zu gering. Per Saldo wollte fast jedes zweite Unternehmen im Osten und jedes vierte im Westen die Beschäftigtenzahl in der nächsten Zeit verringern. Für die kommenden Monate rechneten die Unternehmen mit weiter sinkenden Baupreisen.

Die Geschäftserwartungen in der Industrie tendieren insgesamt weiter nach unten. Nach den Ergebnissen des ifo-Konjunkturtests klagten vor allem die westdeutschen Unternehmen überwiegend über rückläufige Auftragsbestände. Trotz Nachfragabschwächung ergab die Umfrage aber eine deutliche Verbesserung des Geschäftsklimas bei den Autoherstellern. Sie schätzten die Exportperspektiven günstiger ein als in den Vormonaten. Dennoch wird die Produktion vorerst zurückgefahren. Im Maschinenbau und in den Metallbereichen hat sich das Geschäftsklima dagegen merklich eingetrübt.

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