Konjunkturtrendwende zur Jahresmitte erwartet
Wirtschaft verhalten optimistisch für 2002

Deutsche Unternehmer blicken verhalten optimistisch in das Jahr 2002. Immerhin mehr als jeder dritte deutsche Top-Manager (39 %) rechnet damit, dass die Wirtschaft wachsen wird, ergab der Handelsblatt Business-Monitor im Dezember. Fast genauso viele gehen allerdings von einer Stagnation aus. Die Zahl der Pessimisten ist dagegen deutlich kleiner: Nur 23 % der Entscheider erwarten eine Rezession.

kin/pbs DÜSSELDORF. Der Zeitpunkt des Konjunkturaufschwungs ist unter denjenigen, die auf Wachstum setzen, umstritten: 17 % rechnen im zweiten Quartal mit einer Wende, 18 % erst im dritten.

Viel optimistischer zeigen sich Deutschlands führende Unternehmer, wenn es um die Frage eines Börsenaufschwungs im kommenden Jahr geht. Immerhin zwei Drittel (68 %) der im Rahmen der repräsentativen Erhebung Befragten rechnen mit steigenden Kursen am Aktienmarkt. Besonders zuversichtlich sind Manager aus Dienstleistungsunternehmen (76 %).

Frühere Hoch-Zeiten für Aktienkurse sehen jedoch die wenigsten wiederkehren. Unter denjenigen, die die Börse im Aufwärtstrend sehen, prognostizieren die meisten eher zurückhaltend ein Niveau des Deutschen Aktienindexes (Dax) in der Größenordnung von 5 500 (26 %) oder 6 000 Punkten (29 %).

Auch Volkswirte rechnen für 2002 mit einem Aufschwung. Die Prognosen zum Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts liegen allerdings weit auseinander und rangieren in einer Spanne zwischen 0,2 bis 1,2 %. Besonders pessimistisch zeigen sich einige Bankenvolkswirte. Initialzündung für die Wende im zweiten Halbjahr soll die Erholung der US-Konjunktur sein. Aus eigener Kraft werde Deutschland nicht aus der Krise kommen, kritisiert etwa Udo Ludwig, Leiter Konjunktur beim Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Die notwendige Reform des Arbeitsmarktes stehe noch aus, sagt Horst Siebert, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW).

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