Konjunkturzahlen belasten
US-Indizes erholen sich von Tagestiefs

Nach einer Reihe von enttäuschenden Unternehmensergebnissen und negativen Konjunkturdaten haben die Börsen in den USA am Donnerstag schwächer tendiert.

Reuters NEW YORK. Zudem würden Gewinnmitnahmen das Geschehen belasten, sagten Händlern. "Der Markt hat sich in den vergangenen zwei Wochen angesichts des negativen Umfelds sehr gut gehalten", sagte Uri Landesman, Chef-Investmentleiter bei AFA Management Partners LP. "Der Markt hat sich im Grunde genommen gegen den Trend gestemmt...für die Rally gibt es aber eigentlich keine Rechtfertigung."

Der Dow-Jones-Index notierte im Verlauf me hr als ein Prozent tiefer bei 9240 Punkten. Der Technologieindex Nasdaq fiel um fast zwei Prozent auf 1698 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index gab um 1,2 % auf 1072 Punkte nach.

US-Börsianer machten vor allem vor Handelsbeginn veröffentlichte Konjunkturdaten für die Abwärtstendenz verantwortlich, die belegten, dass sich die US-Wirtschaft noch immer deutlich in einer Schwächephase befinde. Vor Handelsauftakt hatte das US-Arbeitsministerium einen Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 20. Oktober auf 504 000 von revidiert 496 000 in der Vorwoche mitgeteilt. Daneben gab das US-Handelsministerium einen massiven Rückgang der Auftragseingänge für langlebige Güter für den Monat September gegenüber dem Vormonat bekannt.

Im Mittelpunkt des Handels standen Technologiewerte wie Juniper Networks und Cisco Systems, die mit Kursabschlägen von mehr als acht beziehungsweise 2,7 % zu den größten Verlieren an der Nasdaq gehörten. Auch die Titel des Software-Systemanbieters Comverse Technology gaben deutlich nach und zogen damit andere Software-Titel in die Tiefe. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, es erwarte, bei seinem Drittquartalsergebnis die Schätzungen der Analysten zu verfehlen. Die Aktie fiel um fast acht Prozent. Nach einer Herunterstufung durch die Investmentbank Salomon Smith Barney fielen die Aktien von Oracle um mehr als sieben Prozent.

Ebenso zu den Verlierern gehörten die Titel der Telekomgesellschaft WorldCom, die um rund ein Prozent rutschten. WorldCom hatte vor Handelsbeginn unter anderem einen Rückgang von 60 % beim Gewinn im dritten Quartal bekannt gegeben und eine Verlangsamung des Umsatzwachstums für das Jahr 2002 in Aussicht gestellt.

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