Konkurrenten verlangen seit 2001 höhere Gebühren
DWS zieht mit höheren Fondsgebühren nach

Die Fondsgesellschaft DWS wird die jährlichen Managementgebühren für Investmentfonds erhöhen. Die zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörende Investmentgesellschaft folgt damit dem Beispiel vieler Konkurrenten, die bereits im vergangenen Jahr an der Gebührenschraube gedreht hatten.

ina FRANKFURT/M. Grundsätzlich sollen die Managementgebühren für einzelne Fondsgruppen vereinheitlicht werden. Die neuen Richtmarken der jährlichen Sätze: Renten- und Laufzeitfonds 0,625 %, internationale Rentenfonds 0,75 %, länder- und regionenbezogene Aktienfonds 1,0 %, Branchenfonds 1,25 %, Emering-Markets-Fonds 1,5 %.

Im ersten Schritt sollen laut DWS zum ersten April die jährlichen Sätze für vier Emerging-Markets-Fonds (Lateinamerika, Mandarin, Osteuropa, Tiger) von bisher 1,2 auf 1,5 % steigen. Bei drei Renten-Laufzeitfonds sind Steigerungen von 0,5 auf 0,625 % vorgesehen.

Noch Anfang November hatte DWS-Geschäftsführungssprecher Udo Behrenwaldt erklärt, es gebe keine Planungen, die Gebühren zu erhöhen. Man müsse sich aber auch an den Notwendigkeiten des Fondsverkaufes orientieren. DWS-Sprecher Eckhard Bergmann wird deutlicher: "Die Erhöhungen haben etwas mit der Konkurrenzlage und der Vertriebssituation zu tun."

Bekannt ist, dass die Produktverkäufer, wie beispielsweise Banken und unabhängige Vermittler, immer höhere Anteile an der Managementgebühr verlangen. Das liegt auch am Einfluss der ausländischen Anbieter auf die Fondsverkäufer. Diese versuchen in Deutschland Fuß zu fassen, indem sie potenziellen Vertreibern einen Anteil an der Managementgebühr anbieten, die im Schnitt ohnehin schon höher ist als die der deutschen Fondsgesellschaften. Um im Geschäft zu bleiben, müssen die deutschen Gesellschaften bei der Konkurrenz um die Vertriebswege mithalten und ebenfalls höhere Anteile bieten.

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