Konkurrenz etwas abgeflaut
Kinowelt will Umsatz 2001 um 20 bis 25 % steigern

Das Ergebnis soll dabei überproportional zulegen. Kinowelt sei in der Lage, das weitere Wachstum von innen heraus zu finanzieren.

vwd MÜNCHEN. Die Filmgesellschaft Kinowelt Medien AG, München, plant eine Umsatzsteigerung um 20 bis 25 % für das Geschäftsjahr 2001, wobei das Ergebnis überproportional zulegen soll. Die Prognose von 630 Mill. DM Umsatz für das laufende Jahr und einem EBIT von 101 Mill. DM bleibe bestehen, sagte Finanzvorstand Eduard Unzeitig am Montag. Dabei sei zu berücksichtigen, dass das dritte Quartal traditionell schwach verlaufe und dass es im vierten Quartal zu einer deutlichen Steigerung kommen werde. Mit dem Hinweis auf die liquiden Mittel von 280 Mill. DM bei einer Nettoverschuldung von 500 Mill. DM trat er Gerüchten über Liquiditätsprobleme bei Kinowelt entgegen.

Der Cash-Flow sei in den ersten neun Monaten um ein Drittel auf 141 Mill. DM gestiegen. Dies zeige, dass Kinowelt in der Lage sei, das weitere Wachstum von innen heraus zu finanzieren. Mit Blick auf den Kursrückgang der Aktie sagte Vorstandsmitglied Michael Kölmel, dass an der Börse eine Stimmung entstanden sei, "die nichts mit der Realität des Unternehmens zu tun hat". Kinowelt will Umsatz 2001.

Die geplante Platzierung der Wandelanleihe mit einem Volumen von maximal 200 Mill. Euro sei angesichts des derzeit schlechten Marktumfeldes angehalten worden, sagte Finanzvorstand Unzeitig weiter. "Es macht momentan keinen Sinn, wenn man nicht unbedingt darauf angewiesen ist." Für das Unternehmen entstehe durch die Verschiebung der Anleihe kein "Liquiditätsloch", da sie für die Umfinanzierung von langfristigen Verbindlichkeiten gedacht gewesen sei. Da sie nun nicht komme, bleibe vorerst alles wie es war.

Mehr TV-Stationen in Deutschland

Die schwierige Situation beim TV-Lizenzhandel kann sich nach Ansicht von Michael Kölmel schnell erholen, wenn in der zweiten Hälfe des kommenden Jahres der Kampf um Marktanteile zwischen den TV-Stationen wieder auflebt. Diese Konkurrenz sei etwas abgeflaut, da die Fernsehunternehmen wegen der Bildung von Senderfamilien stark mit sich selbst beschäftigt seien. Ab dem Jahr 2005 könne damit gerechnet werden, dass mit der digitalen Sendetechnik sehr viel mehr TV-Stationen in Deutschland entstehen und dass damit der Engpass im analogen Kabel beseitigt wird.

Zum Erwerb von sieben Kinos sagte Unzeitig, dass es in den Medien zu einem Missverständnis gekommen sei. In einem Artikel habe der australische Verkäufer geäußert, er habe sich von einem "verlustträchtigen Geschäft" getrennt. Dabei sei jedoch untergegangen, dass Kinowelt nicht das ganze Geschäft übernommen habe, sondern nur sieben Kinos, die insgesamt profitabel arbeiteten. Mit diesen Kinos verfüge Kinowelt nun über eine "stabile Vertriebsstruktur".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%