„Konkurrenz ist ganz schön nervös“
Fürth bastelt weiter an fränkischem Fußball-Märchen

Die SpVgg Greuther Fürth bastelt weiter an ihrem fränkischen Fußball-Märchen. Durch den 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln haben die "Kleeblätter" die Kontrahenten vom FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt unter Zugzwang gesetzt und im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga weiter Selbstvertrauen getankt.

HB/dpa FÜRTH. "Die Konkurrenz ist jetzt ganz schön nervös", sagte Kapitän Mirko Reichel nach dem hart erkämpften Sieg gegen die als Aufsteiger ins Oberhaus bereits feststehenden Rheinländer. Gegen Köln blieben die Fürther zum zwölften Mal hintereinander unbesiegt. "Wir haben vorgelegt", freute sich Reichel.

Im Kampf um den begehrten 3. Platz hinter Spitzenreiter Köln mit 65 Punkten und dem SC Freiburg (61) haben die Fürther mit 56 beste Aussichten auf den ersten Einzug in die Bundesliga. "Wir können nicht mehr tun, als die noch ausstehenden Spiele gewinnen", sagte Präsident Helmut Hack in Erwartung eines spannenden Endspurts mit Mainz (56) und Frankfurt (53).

Der dreifache deutsche Meister (1914, 1926, 1929) könnte sich durch den Aufstieg selbst das größte Geschenk zum 100. Geburtstag machen. Am kommenden Dienstag ist Bayern München zum Jubiläumsspiel in Fürth zu Gast. Der Rekord-Meister soll den Traditionsclub auf den Geschmack bringen und Appetit auf mehr Bundesliga-Fußball machen. Doch die Konzentration im Aufstiegskampf werden die Münchner nicht stören, glaubt Rachid Azzouzi. "Wir haben jetzt die riesengroße Chance aufzusteigen und die wollen wir unbedingt nutzen", sagte der marokkanische Nationalspieler.

In fünf Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit landeten die Fürther immer unter den besten zehn, galten aber dadurch auch als "unaufsteigbar". Unter Trainer Eugen Hach wird das Bundesliga-Projekt jetzt mit nie da gewesener Entschlossenheit angegangen. Der Trainer bleibt trotz der Erfolgsserie im Jahr 2003 mit 22 Punkten aus den vergangenen acht Partien zurückhaltend. "Mein Team hat die kleine Chance auf den 3. Rang gewahrt", sagte der Trainer nach dem durch die Tore von Azzouzi (26.) und Reichel (81./Foulelfmeter) sichergestellten Sieg. Die Kölner konnten nach ihrer zweiten Niederlage ohne Torerfolg hintereinander nur gratulieren. "Die Einsatzfreude war groß. Wir haben alles versucht, um zu gewinnen", sagte Trainer Friedhelm Funkel.

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