Konkurrenz vom DSF
ARD ZDF streiten um Bundesligarechte

Wenn sich die öffentlich-rechtlichen Sender nicht mit dem Rechteinhaber KirchMedia einigen können, droht auch dem "Sportstudio" des ZDF das Aus.

HB HANNOVER/MAINZ. Um die Zweitrechte der Fußball-Bundesliga ist ein Gerangel zwischen ARD/ZDF und dem Rechteinhaber KirchMedia entstanden. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten wollen weniger Geld als in den Vorjahren zahlen. Die Kirchmedia hat damit gedroht, die Zweitrechte an den Spartensender DSF zu vergeben. Dies könnte dazu führen, dass das Samstag-"Sportstudio" des ZDF keinen Bundesliga- Fußball zeigen kann. "Das ZDF und die ARD verhandeln zur Zeit um die Nachverwertung. Die veränderte Situation auf dem Rechtemarkt sollte sich auch im Preis niederschlagen", sagte ZDF-Sprecher Walter Kehr am Mittwoch der dpa. Er verwies auf den Fernseh-Vertrag der neuen KirchMedia mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL), die nach der Insolvenz des Münchner Unternehmens nur noch 290 Millionen Euro statt der zunächst vereinbarten 360 Millionen Euro TV-Honorar erhält. Auch SAT.1 müsse laut Kehr für den Kauf der Erstsenderechte weniger Geld zahlen.

Zuvor hatte KirchMedia-Geschäftsführer Heinz-Joachim Ziems in einem Interview angesichts der reduzierten Preisvorstellungen das DSF als Abspielstation für die Bundesliga-Berichte ins Spiel gebracht. Damit würde man die Zweitrechte im eigenen Haus behalten. In diesem Zusammenhang verwies Ziems auch auf die Option des Fußball- Dachverbandes DFL auf Übernahme von 25 Prozent am DSF.

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