Konkursrichter hat die Transaktion genehmigt
Fernost-Firmen kaufen Mehrheit an Global Crossing

Die Hutchison Whampoa Ltd aus Hongkong und die Singapore Technologies Telemedia Pte werden die Mehrheit des zusammengebrochenen US-Telekommunikationskonzern Global Crossing übernehmen.

Reuters NEW YORK. Der Vertreter des Gläubigerausschusses, Joseph Ryan, teilte am Freitag mit, nach der Vereinbarung würden Hutchison Whampoa und Singapore Technologies Telemedia 61,5 % von Global Crossing für 300 Mill. $ in bar und 200 Mill. $ in Schuldverschreibungen kaufen. Banken und andere Gläubiger würden den Rest übernehmen. Der zuständige Konkursrichter hat nach eigenen Angaben die Transaktion genehmigt. Global Crossing betreibt ein Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz, das weltweit mehr als 200 Städte verbindet.

Ursprünglich hatten die asiatischen Gruppen für 79 % der Kapitalanteile von Global Crossing 750 Mill. $ angeboten. Diese Offerte hatten allerdings die Gläubiger von Global Crossing im Mai als zu niedrig für ein Unternehmen mit Vermögenswerten von schätzungsweise 22,4 Mrd. $ zurückgewiesen.

Die auf den Bermudas ansässige Global Crossing hatte im Januar mit Schulden von 12,4 Mrd. $ Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Konkursrechts beantragt. Die Bilanzierungsmethoden von Global Crossing sind Gegenstand von Ermittlungen des US-Justizministeriums sowie der US-Wertpapier und Börsenaufsicht (SEC). Außerdem sind Klagen von rund 60 Aktionären gegen Global Crossing beim Distriktgericht in Rochester (New York) anhängig.

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