Konsequenz aus dem Kursrutsch
Kinowelt gibt Pläne für eigenen TV-Sender auf

Das Medienunternehmen beteiligt sich an B.TV-Television. Ein weiteres Engagement am analogen TV wird es aus Rentabilitätsgründen nicht geben.

dpa MÜNCHEN. Der Medienkonzern Kinowelt hat Pläne für einen eigenen analogen Fernsehsender aufgegeben. Es sei "kein eigener Sender geplant", bestätigte ein Sprecher der Kinowelt Medien AG (München) am Mittwoch gegenüber dpa. Eine interne Arbeitsgruppe habe die Idee aus Rentabilitätsüberlegungen verworfen, begründete der Kinowelt-Sprecher diesen Schritt.

Der Druck der Anleger hat nach Angaben des Unternehmens keine Rolle gespielt. Noch im Januar hatte Kinowelt-Vorstandsmitglied Michael Kölmel angekündigt, Anfang 2001 mit einem eigenen TV-Sender an den Start zu gehen. Der Kurs der Kinowelt-Aktie war daraufhin am Neuen Markt um fast ein Viertel abgerutscht. Kölmel sprach daraufhin auf der Hauptversammlung im Mai nur noch vom möglichen Aufbau einer digitalen Fernsehplattform ab 2004 oder 2005. Der Kurs der Kinowelt - Aktie zog am Mittwoch zwischenzeitlich leicht um knapp ein Prozent auf gut 40 Euro an. Das Jahreshoch lag bislang bei 75,50 Euro.

Das Medienunternehmen beschränkt sich nun auf die Beteiligung an dem baden-württembergischen B.TV-Television. Ende Juni hatte Kinowelt bekannt gegeben, dass in den Sender über drei Jahre verteilt acht Millionen DM investiert werden sollen. Kinowelt erwirbt dafür zehn Prozent an dem neuen TV-Sender, der Information und Unterhaltung für eine junge Zielgruppe bieten will. Die Ludwigsburger B.TV Television GmbH & Co KG gehört zum Verbund der Ballungsraum-Sender B.TV Baden und B.TV Württemberg. Ein weiteres Engagement beim analogen Fernsehen sei jedoch nicht geplant, betonte der Kinowelt - Sprecher.

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