Konsequenz der sportlichen Talfahrt
1. FC Köln muss neuen Trainer suchen

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln und Trainer Friedhelm Funkel gehen nun getrennte Wege.

HB KÖLN. Funkel hat sein Traineramt beim 1. FC am Donnerstag überraschend niedergelegt. Der 49 Jahre alte Coach gab seine Entscheidung im Rahmen der turnusmäßigen Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstag gegen Hannover 96 bekannt. Funkel, der seit 15. Februar 2002 bei den Rheinländern im Amt war, reagierte damit auf die sportliche Talfahrt des Clubs.

"Die Zusammenarbeit ist mit sofortiger Wirkung beendet, auch wenn die Entscheidung emotional sehr schwer gefallen ist", sagte Manager Andreas Rettig auf einer Pressekonferenz. Der Vorstand des Klubs gab die Entscheidung zwei Tage nach dem glücklichen 3:2-Sieg der Kölner in der zweiten DFB-Pokalrunde bei den Amateuren des VfL Wolfsburg bekannt. In der Bundesliga belegt der Klub nach dem 0:2 bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag und insgesamt nur zwei Siegen in zehn Spielen Rang 16.

Im Heimspiel gegen Hannover 96 am kommenden Samstag wird Co-Trainer Jos Luhukay die Mannschaft betreuen. In einer Pressemitteilung erklärte der Klub, dass er sich unverzüglich um die zeitnahe Verpflichtung eines neuen Cheftrainers bemühen werde. Als Funkel-Nachfolger ist der Schweizer Marcel Koller im Gespräch, der Anfang Oktober bei Grasshopper Zürich zurückgetreten war.

Die Trennung erfolge auf Grund der zuletzt gezeigten Leistungen und Ergebnisse in Meisterschaft und Pokal. Die Klubführung sehe das Erreichen der gesteckten Ziele als stark gefährdet an, hieß es in der Mitteilung weiter.

"Ich hoffe, dass durch diese Entscheidung neue Kräfte frei gesetzt werden und im Verein sowie im Umfeld wieder eine positive Grundstimmung aufkommen wird", wurde Funkel in der Mitteilung zitiert. Die Entscheidung über die Trennung sei in einem Gespräch zwischen FC-Präsident Albert Caspers, Rettig und Funkel am Donnerstag gefallen. In der Bundesliga belegt der Klub nach dem 0:2 bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag und insgesamt nur zwei Siegen in zehn Spielen Rang 16.

Die Entlassung von Funkel, der seit dem 14. Februar 2002 in Köln arbeitete, war der 272. vorzeitige Trainerwechsel seit Bundesliga-Gründung 1963. Vor Funkel waren in der laufenden Saison Ewald Lienen bei Borussia Mönchengladbach und Kurt Jara beim Hamburger SV entlassen worden. Armin Veh hatte bei Hansa Rostock freiwillig das Handtuch geworfen.

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