Konsequenzen aus Pisa-Studie
SPD will regelmäßige Qualitätskontrollen der Schulleistungen

Die SPD will die Debatte um das schlechte Abscheiden der deutschten Schüler beim internationalen Schultest "Pisa" zu einer Qualitätsoffensive nutzen.

dpa MAGDEBURG. Die Bildungsminister der SPD-geführten Bundesländer beschlossen am Wochenende in Magdeburg, künftig regelmäßig und länderübergreifend die Qualität der Schulleistungen mit Hilfe von Vergleichsarbeiten zu überprüfen.

Die Vergleichsarbeiten sollten nicht erst zum Ende der Schulzeit mit der Abschlussprüfung geschrieben werden, sondern bereits zuvor mindestens einmal während der Grundschulzeit und zwei Mal in den Schuljahren vor der Mittleren Reife geschrieben werden.

Die SPD-Minister erhoffen sich dadurch mehr und rechtzeitige Informationen über das Wissen des einzelnen Schülers. Bei schwachen Schülern sollen die Lehrer künftig verpflichtet werden, individuelle Lern- und Förderpläne aufzustellen.

"Wir wollen weg von der reinen Abschlussorientierung. "Die frühzeitige Leistungs-Diagnose soll helfen, Schwächen dann auszubügeln, wenn noch Einfluss möglich ist", sagte die rheinland-pfälzische Schulministerin Doris Ahnen (SPD).

Die Arbeiten wie auch andere Ergebnisse von Maßnahmen zur Verbesserung der Schulqualität sollen in einem bundesweiten Informationspool zusammengefasst werden, an der sich die einzelnen Schulen orientieren können. Dazu streben die SPD-Minister in der Kultusministerkonferenz eine bundesweite Vereinbarung an. Auch sollen bundesweite Lernstandards überprüft und weiterentwickelt werden. Zeitpunkt und konkrete Ausgestaltungen der regelmäßigen Schul-Qualitätskontrollen sollen den Ländern überlassen bleiben.

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