Konsequenzen der Schieflage
Bank Berlin: Betriebsbedingte Kündigungen nötig

Die Bankgesellschaft Berlin kommt beim geplanten Beschäftigungsabbau nicht um Entlassungen herum. Wie das mehrheitlich landeseigene Institut am Dienstag in Berlin mitteilte, sind bis zum Jahresende bis zu 300 betriebsbedingte Kündigungen erforderlich.

HB BERLIN. Die Entlassungen seien notwendig, da der Personalabbau auf freiwilliger Basis wie Vorruhestand, Teilzeit oder Aufhebungsverträge nicht in dem erhofften Umfang erreicht werde.

Die Bankgesellschaft, die nach verlustreichen Immobiliengeschäften in erhebliche Schieflage geraten war und nur mit Milliardenhilfen des Landes vor dem Aus gerettet werden konnte, will nach bisherigen Plänen bis 2005 etwa 4 000 der rund 15 000 Vollzeitstellen (Ende 2001) streichen. Davon sollte bis Jahresende bereits die Hälfte erreicht werden.

Es bleibe Ziel der Bank, die Zahl betriebsbedingter Kündigungen so gering wie möglich zu halten. In den vergangenen Monaten seien 1 567 Aufhebungsverträge abgeschlossen, von denen 1 340 bis zum Jahresende wirksam würden. Bereits umgesetzt seien 1 000 Verträge.

Unterdessen bezeichnete der US-Pensionsfonds Lone Star die Risiko- Abschirmung der Bankgesellschaft Berlin durch das Land als ausreichend. Auf weitere Staatsgarantien wolle der US-Investor verzichten, sagte der Europa-Chef des texanischen Unternehmens, Roger Orf, dem Berliner "Tagesspiegel" (Mittwoch). Lone Star ist einer von vier Interessenten, die den angeschlagenen Finanzkonzern übernehmen wollen. Im nächsten Monat will der Berliner Senat entscheiden, mit welchem Bieter weiter verhandelt wird.

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