Konsolidierung der Musikbranche
Sony Music und BMG vor Abschluss der Fusion

Der Mediengigant Bertelsmann und der japanische Elektronikkonzern Sony haben sich nach Presseinformationen definitiv auf die Zusammenlegung ihrer Musiksparten geeinigt. Auch nach Angaben aus Branchenkreisen könnte eine endgültige Vereinbarung rasch vorliegen.

HB DÜSSELDORF. "Die Gespräche sind sehr weit fortgeschritten und es sind keine größeren Hindernisse mehr in Sicht", hieß es am Freitag in den Kreisen. Im Laufe des Tages werde es weitere Gespräche geben. "Es ist aber nicht sicher, dass die Unterschriften noch am Freitag geleistet werden", hieß es weiter. "Es könnte auch noch ein wenig länger dauern." ´

Sony und Bertelsmann hatten im vergangenen Monat angekündigt, ihre Musiksparten Sony Music sowie BMG zum weltweit zweitgrößten Musikkonzern fusionieren zu wollen. Damit könnten die beiden Konzerne in einer Branche die Kosten senken, die mit sinkenden Umsätzen, Internet-Musikkopien und hartem Wettbewerb kämpft. Dem Geschäft müssen aber noch die Kartellbehörden zustimmen.

An dem neuen Unternehmen mit dem Namen Sony BMG würden beide Konzerne je zur Hälfte beteiligt, hatte Bertelsmann erklärt. Sony Japan wäre indes nicht betroffen, hatte es später geheißen. Bertelsmann-Chef Gunter Thielen hatte bereits im November gesagt, im Prinzip seien zwischen beiden Konzernen alle Fragen geklärt. Eine endgültige Einigung werde innerhalb der nächsten Wochen erwartet. Durch einen Zusammenschluss von Sony Music und BMG, Nummer Zwei und Nummer Fünf in der Branche, entstünde ein Musikkonzern, der dem Marktführer Universal Music sogar die Top-Position streitig machen könnte. Künstler wie Britney Spears und Avril Lavigne (BMG) würden mit Celine Dion und Michael Jackson (Sony) unter einem Dach vereint.

Angesichts seit Jahren sinkender Umsätze suchen die großen Musikkonzerne (Universal Music, Sony Music, EMI, Warner Music und BMG) schon länger nach Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit. Thielen hatte bereits Anfang Oktober erklärt, mit Sony über eine Kooperation der Musiksparten zu sprechen, nachdem schon weit fortgeschrittene Verhandlungen um Warner Music über die Gründung eines Joint Ventures ins Stocken geraten waren.

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