Konsumenten übersättigt
Nintendo: Mit Online-Spielen ist kein Geld zu machen

Der Spielehersteller Nintendo glaubt im Gegensatz zu seinen Wettbewerbern, dass die Zeit der Online-Spiele noch nicht gekommen ist.

vwd TOKIO. Satoru Iwata, der seit dem vergangenen Monat Präsident des japanischen Spieleherstellers ist, sagte im Gespräch mit der "Financial Times", die Online-Versionen von Computerspielen stellten zur Zeit kein "Kerngeschäftsfeld" dar. Grund sei das Fehlen der für ein reibungsloses Funktionieren notwendigen Infrastruktur.

Nintendo befürchtet, dass Online-Spiele ihren Softwareumsatz vermindern werden, ohne dass dieser Rückgang durch einen Anstieg der Erlöse aus den Gebühren für Online-Spiele kompensiert würde. Während sogenannte Blockbuster-Spiele wie Zelda Nintendo einen Absatz von sechs bis sieben Millionen Einheiten bescherten, würden Umsatz und Absatz einer Online-Version weit dahinter zurückbleiben, schätzen Analysten. Die Entwicklung hin zu Web-basierten Spielen werde die Marktbedingungen darüber hinaus noch schwieriger machen.

Denn Konsumenten zeigten sich schon jetzt sehr schnell von Spielen gelangweilt. Aus diesem Grund sei in diesem Segment mit einer weiteren Verkürzung von Produktlebenszyklen zu rechnen, sobald Online-Versionen verfügbar seien. Deshalb würden Anbieter gezwungen, die Kosten für die Produktion zu senken. Ideenreichtum und Qualität der Spiele würden dann auf Grund der zunehmend serienmäßigen Herstellung abnehmen.

Konkurrenten von Nintendo scheinen dies anders zu sehen. Denn Microsoft will bereits im Herbst ihren Internetdienst XBox Live starten. Dieser werde mit einem eingebauten Breitband-Modem versehen sein, preist der Konzern die Internet-Konsole bereits jetzt an. Und Konkurrent Sony hat bereits im vergangenen Monat einen ähnlichen Webservice mit vorerst limitiertem Zugang gestartet.

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