Konsumflaute in Deutschland: Verlust bei Mövenpick vervierfacht

Konsumflaute in Deutschland
Verlust bei Mövenpick vervierfacht

Der Schweizer Gastronomie- und Hotelkonzern Mövenpick ist 2002 hauptsächlich wegen der Konsumflaute noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

HB/dpa ADLISWIL. Der Verlust stieg auf 45,5 Millionen Franken (rund 31,2 Mio Euro). 2001 hatte das Minus 11,6 Millionen Franken betragen, wie das Unternehmen am Dienstag in Adliswil mitteilte. Die Zurückhaltung der Verbraucher habe sich in den ersten zwei Monaten dieses Jahres fortgesetzt.

Besonders schlecht seien die Geschäfte 200 in Deutschland gelaufen, wo Mövenpick fast 40 Prozent seines Umsatzes erzielt. Auch das Betriebsergebnis (Ebit) der Gruppe war mit 30,2 Millionen Franken negativ. 2001 war noch ein Überschuss von 7,9 Millionen Franken erwirtschaftet worden. Das Minus sei neben den Umsatzeinbußen auf einmalige Sonderkosten beim Verkauf von Unternehmensteilen sowie der Schließung unrentabler Restaurants zurückzuführen, hieß es.

Der Konzernumsatz sank um 9,1 Prozent auf 824 Millionen Franken, wobei insbesondere der Rückgang in der Gastronomie zu Buche schlug. Um wieder schwarze Zahlen zu schreiben, will sich die Mövenpick- Gruppe von der starken Diversifizierung verabschieden und künftig das Kerngeschäft Gastronomie und Hotels in den Mittelpunkt stellen. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Nahrungsmittelbereich Deliciel AG verkauft. Im Januar dieses Jahres veräußerte Mövenpick die Sparte Speiseeis an Nestlé. Auch das Weingeschäft soll abgestoßen werden.

Zur Mövenpick-Gruppe gehören weltweit 113 Restaurants und 48 Hotels in 14 Ländern. Die Zahl der Mitarbeiter wird mit 13 800 angegeben.

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