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Konsumgüterhersteller Unilever senkt Prognose für 2004

Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever hat seine Gewinnprognose für 2004 nach unten gesenkt. Beim Ergebnis je Aktie (EPS) werde nun ein Anstieg im niedrigen einstelligen Bereich erwartet, teilte das Unternehmen am Montag in Amsterdam mit. Im Juli hatte das Unternehmen statt des niedrigen einstelligen EPS-Wachstums noch ein "niedriges zweistelliges" Plus in Aussicht gestellt. Die Unilever-Aktie büßte zu Handelsbeginn 5,08 % auf 457,50 Pence ein.

dpa-afx AMSTERDAM. Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever hat seine Gewinnprognose für 2004 nach unten gesenkt. Beim Ergebnis je Aktie (EPS) werde nun ein Anstieg im niedrigen einstelligen Bereich erwartet, teilte das Unternehmen am Montag in Amsterdam mit. Im Juli hatte das Unternehmen statt des niedrigen einstelligen EPS-Wachstums noch ein "niedriges zweistelliges" Plus in Aussicht gestellt. Die Unilever-Aktie büßte zu Handelsbeginn 5,08 % auf 457,50 Pence ein.

Schlechtes Wetter IN Nordeuropa Drückt Absatz

Das Unternehmen mit Marken wie "Dove", "Knorr" oder "Lipton Ice Tea" habe unter anderem wegen des schlechten Wetters in Nordeuropa weniger Eis und Eistee verkauft, hieß es zur Begründung der reduzierten Prognose. Die Geschäfte seien im Juli und August unter den Erwartungen geblieben. Zudem habe ein schwächeres Verbrauchervertrauen zu einem Rückgang beim Verkauf von Körperpflegeprodukten und Haushaltsprodukten in Westeuropa geführt. In Asien gebe es weiterhin einen heftigen Wettbewerb auf wichtigen Märkten für Haarpflegeprodukte und Waschmittel.

Das EPS im dritten Quartal wird Unilever zufolge nun unter dem Wert des Vorjahresquartals liegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal werde voraussichtlich auch die Bruttomarge niedriger sein, hieß es weiter. Die Entwicklung der führenden Marken werde im dritten Quartal unter der des zweiten Quartals liegen. Im Juli war der Konzern davon ausgegangen, dass der Markenabsatz in der zweiten Jahreshälfte über dem der ersten sechs Monate liegt.

Werbeanstrengungen FÜR Marken Werden Beibehalten

Im weiteren Verlauf des Jahres will Unilever seine Werbeanstrengungen für einzelne Marken beibehalten, in einigen Regionen sogar verstärken. Bei den Ergebnissen beim Konzernumbau und den Kosteneinsparungen liegt das Unternehmen nach eigenen Angaben weiter im selbst aufgestellten Plan.

Bereits Ende Juli hatte Unilever einen unerwarteten Umsatzrückgang im zweiten Quartal bekannt gegeben. Der Konzernumsatz fiel um 3 % auf 10,835 Mrd. ?. Dabei sank der Markenumsatz um 0,2 %. Die meisten Analysten hatten aber hier mit einem Umsatzplus gerechnet. Der Überschuss stieg um 34 % auf 770 Mill. ?.

Unilever befindet sich derzeit im Endstadium eines fünfjährigen Umbau- und Wachstumsprogramms. Geplant war dabei neben Stellenstreichungen und Werksschließungen auch die Reduzierung der Marken.

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