Archiv
Konsumklima stabilisiert sich - Stimmungsbild weiter gespalten

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im September stabilisiert. Mit einem leichten Anstieg habe das Konsumklima den bereits Monate währenden Abwärtstrend gestoppt, teilte die Marktforschungsgruppe GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Nach der Eintrübung in den Vormonaten seien nun alle drei für das Konsumklima bedeutsamen Indikatoren wieder gestiegen. Für Oktober ergebe sich ein leichter Anstieg des Konsumklimas von revidiert 2,1 Punkten im September auf 2,4 Punkte. Das Stimmungsbild der Republik bleibe aber weiter in Ost und West gespalten.

dpa-afx NÜRNBERG. Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im September stabilisiert. Mit einem leichten Anstieg habe das Konsumklima den bereits Monate währenden Abwärtstrend gestoppt, teilte die Marktforschungsgruppe GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Nach der Eintrübung in den Vormonaten seien nun alle drei für das Konsumklima bedeutsamen Indikatoren wieder gestiegen. Für Oktober ergebe sich ein leichter Anstieg des Konsumklimas von revidiert 2,1 Punkten im September auf 2,4 Punkte. Das Stimmungsbild der Republik bleibe aber weiter in Ost und West gespalten.

Die Stabilisierung des Konsumklimas deutet nach Einschätzung des Markforschungsinstituts GfK aber noch nicht auf eine Trendwende hin. "Es besteht kein Anlass zu Euphorie", sagte der Vorstandsvorsitzende der GfK AG , Klaus Wübbenhorst, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Von einer wirklichen Entwarnung kann angesichts des nach wie vor niedrigen Niveaus nicht gesprochen werden." Wie kritisch die Situation insgesamt noch sei, werde am niedrigen Niveau der Einkommenserwartung und der Anschaffungsneigung deutlich.

Bestätigung Durch Oktober-Daten Erforderlich

Vor dem Hintergrund der kräftigen Schwankungen der Konsumstimmung in den vergangenen Monaten stehe im Oktober ohnehin eine Bestätigung für die Nachhaltigkeit der positiveren Entwicklung aus. "Es wäre erfreulich, wenn die Oktober-Daten eine Stabilisierung nach dem Abwärtstrend bestätigen würden", sagte Wübbenhorst. Erst dann sei die Stimmung verlässlich aufwärts gerichtet.

Im September haben die Konjunkturerwartungen mit einem leichten Anstieg wieder das Niveau vom Juni erreicht. Der Index legte um 6,5 Punkte auf minus 11,9 Punkte zu. Der Höhepunkt der Hartz IV-Proteste sei überschritten. Der mit den Protesten einhergehende Konjunkturpessimismus habe sich etwas gemäßigt. Die sich momentan noch verschlechternde Arbeitsmarktlage verhindere aber eine spürbare Erholung der Stimmung.

'Gemüter DER Konsumenten Etwas Beruhigt'

"Es hat sich gezeigt wie ein Monat ohne neue schlechte Nachrichten die Gemüter der Konsumenten etwas beruhigt", sagte Wübbenhorst. Es bestehe die Hoffnung, dass dies auch in naher Zukunft so bleiben werde. Die Diskussion um die negativen Auswirkungen der Arbeitsmarktreformen (Hartz IV) habe sich etwas gelegt und an die höheren Öl- und Benzinpreise hätten sich die Verbraucher inzwischen etwas gewöhnt.

Auch bei den Einkommenserwartungen wurde der Abwärtstrend durch einen leichten Anstieg unterbrochen. Der Index legte um 7,2 auf minus 12,3 Punkte zu. Gleichwohl bleibt der Indikator damit noch mehr als elf Punkte unter dem Stand vor einem Jahr. Der Einkommenspessimismus scheine, zumindest im Augenblick, auch bei den Konsumenten gebrochen. Die im Befragungszeitraum moderateren Energiepreise hätten zudem einen positiven Einfluss gehabt, da weniger Kaufkraft durch den Kauf von Benzin und Heizöl gebunden wurde.

Anschaffungsneigung Stabil

Bei der Anschaffungsneigung werde die unterschiedliche Entwicklung in Ost und West besonders deutlich. Während sich die Stimmungslage im Westen verbessert habe, sei sie in den neuen Bundesländern erneut gesunken. Auch bei den Einkommenserwartungen sei weiter eine ähnlich divergierende Entwicklung auszumachen. Der Index für die Anschaffungsneigung verbesserte sich leicht um 0,4 Punkte auf minus 27,4 Punkte. Die nach wie vor herrschende Unsicherheit mache ein nachhaltiges Aufgeben der Kaufzurückhaltung derzeit eher unwahrscheinlich. Die GfK befragt jeden Monat rund 2000 Personen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%