Konsumzurückhaltung hat sich weiter verstärkt
AVA-Baumärkte sind in der Krise

Der Handelskonzern AVA erwartet angesichts der Konsumflaute in Deutschland und der Krise seiner Baumarktsparte weiter einen deutlichen Ergebnisrückgang. Auch mit einem Anstieg des Umsatzes werde nicht gerechnet.

Reuters DÜSSELDORF. Die Konsumzurückhaltung der Verbraucher habe sich noch weiter verstärkt, teilte AVA am Donnerstag in Bielefeld bei der Vorlage der Halbjahreszahlen mit. Der Konzernumsatz sei in den ersten sechs Monaten auf 2,59 (2,67) Mrd. Euro gesunken. Das Vorsteuerergebnis sei im Konzern auf 24,0 (74,7) Mill. Euro zurückgegangen. Der Jahresüberschuss sank ebenfalls deutlich auf 19,890 (52,5) Mill. Euro. Das Ergebnis je Aktie gab auf 0,64 (1,68) Euro nach.

Wesentliche Ursache für die Ertragsrückgänge sei die rückläufige Umsatzentwicklung, hieß es. Während die Kosten in absoluten Zahlen im Rahmen der Planungen der AVA lagen, erhöhten sie sich in Relation zum Umsatz.

Besonders stark traf der Rückgang die Baumarktsparte. Hier sank der Umsatz flächenbereinigt um 7,2 Prozent auf 510 (534) Mill. Euro. Die Sparte verzeichnete zudem einen Verlust vor Steuern von 13,4 Mill. Euro. Ursache für das schwache Baumarktgeschäft seien auch Einbrüche bei den Bauinvestitionen.

Auch für den Fall eines leichten Anziehens der Konjunktur, das für das zweite Halbjahr prognostiziert wird, gehe AVA nicht davon aus, 2002 flächenbereinigt beim Umsatz zu wachsen. Sollte doch noch ein leichtes nominales Umsatzplus erreicht werden, sei dies expansionsbedingt.

Die schwache Umsatzentwicklung wirke sich belastend auf die Ergebnisse aus, unterstrich der Konzern in seiner Mitteilung. Es gelte weiter die Erwartung, "dass der Jahresüberschuss zwar deutlich unter dem des Jahres 2001 bleiben, aber gegenüber dem ersten Halbjahr 2002 eine spürbare Verbesserung eintreten wird". Im Vorjahr hatte der Jahresüberschuss bei 84,4 Mill. Euro gelegen.

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