Kontaktaufnahme geplant
Zapatisten in Mexiko wollen wieder mit Regieurung sprechen

dpa MEXIKO-STADT. Die Indiorebellen der Zapatistischen Nationalen Befreiungsarmee (EZLN) haben sich zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit der mexikanischen Regierung bereit erklärt. Die Guerillakommandantin "Esther" kündigte am Mittwoch bei einer Rede vor den mexikanischen Kongress an, dass ein Verbindungsmann der EZLN in Kürze mit dem Friedensbeauftragten der Regierung von Präsident Vicente Fox Kontakt aufnehmen werde.

Die 23 Kommandanten waren am Mittwoch zu einem als historisch betrachteten Auftritt in den mexikanischen Kongress eingezogen, um dort ihre Anliegen vorzutragen. Die Kommandantin «Esther» forderte von den Abgeordneten und Senatoren, Mexiko müsse eine Land werden, "in dem unser Anderssein, unsere Art zu sprechen, uns zu kleiden, zu beten und uns zu organisieren anerkannt werden". Der militärische Führer der Zapatisten, "Sucomandate Marcos", der in der Rangordnung unter den indianischen Kommandanten steht, nahm an der Parlamentssitzung nicht teil.

Die Zapatisten hatten sich am 1. Januar 1994 gegen Armut und Unrecht im südöstlichen Bundesstaat Chiapas erhoben. Dem Kongress liegt derzeit ein Gesetzentwurf vor, der den 62 indianischen Ethnien Mexikos Selbstbestimmungsrechte einräumt. Die Kommandantin "Esther" erkannte an, dass Fox mit der Räumung von sieben Militärbasen "Friedenssignale" gegeben habe und versicherte, dass die Guerilla nicht in die aufgegebenen Stützpunkte nachrücken werde.

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