Konten in England eingefroren
Keine Hinweise auf Terror-Insiderhandel in London

Die britische Finanzaufsicht hat keine Hinweise auf illegale Geschäfte an der Börse kurz vor den Anschlägen in den USA gefunden. Wie der Chef der Financial Service Authority (FSA), Howard Davies, in seinem ersten Bericht an die Londoner Regierung feststellt, habe sich der Verdacht auf Insiderhandel bislang nicht bestätigt.

and LONDON. Nach dem Terrorakt am 11. September in New York und Washington war der Verdacht aufgekommen, dass das Netzwerk um den als Drahtzieher der Anschläge verdächtigten Osama bin Laden durch Börsenspekulationen profitiert haben könnte. So hatte es in London, aber auch an anderen Finanzplätzen kurz vor den Anschlägen einen auffallend starken Handel mit Aktien von Versicherungen und Fluggesellschaften gegeben. Im Blickpunkt der FSA-Untersuchungen standen auch Werte von Banken, die im zerstörten World Trade Center ihren Sitz hatten.

Einige Verkäufe und Käufe hätten zwar "schon ein bisschen merkwürdig ausgesehen", begründete Davies die Untersuchung. In den meisten Fällen sei aber ein plausibler Grund für den Börsenvorgang gefunden worden. Auch das deutsche Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat bislang keine Hinweise auf Insiderhandel im Zusammenhang mit den Terroranschlägen gefunden. Allerdings sei die Prüfung noch nicht abgeschlossen, hieß es gestern in Frankfurt.

Die Londoner Regierung hat unterdessen weitere Details über eingefrorene Konten aus dem Umfeld von Osama bin Laden bekannt gegeben. Der Hauptverdacht trifft die Da Afghanistan Bank. Hier seien 13 Konten im Wert von 55 Mill. £ gesperrt worden, zudem zwei Konten der Ariana Airlines im Wert von 400 000 £. Insgesamt hat London 35 Konten im Wert von 63 Mill. £ eingefroren.

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