Kontenmodell soll die Zukunft sein
Gebühren für Langzeitstudenten in NRW

Nordrhein-Westfalen wird nach Angaben des Finanzministeriums ab dem Sommersemester 2003 Studiengebühren für Langzeitstudenten einführen und so schnell wie möglich Studienkonten einrichten.

Reuters DÜSSELDORF. Wer die Regelstudienzeit um vier Semester überschreite, müsse 650 Euro pro Semester zahlen, sagte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf. Der Beschluss sei Bestandteil des am Vorabend vom Kabinett verabschiedeten Entwurfs für den Landeshaushalt 2003. Das Land rechne im kommenden Jahr mit Einnahmen aus den geplanten Studiengebühren von rund 104 Millionen Euro.

Auf die ursprünglich geplanten Einschreibe- und Verwaltungsgebühren verzichte das Land. Wahrscheinlich zum Wintersemester 2004/2005 werde das Gebührenmodell von einem Studienkontenmodell abgelöst, kündigte Steinbrück an. Danach erhält jeder Student mit der Einschreibung für seine Studienzeit ein Zeitguthaben. Sei das Guthaben aufgebraucht, würden Gebühren fällig.

In den vergangenen Wochen hatten Zehntausende Studenten gegen die Studiengebühren-Pläne der Landesregierung demonstriert. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte das Land mehrfach ermahnt, auf die Einführung von Studiengebühren zu verzichten. Ähnliche Regelungen für Studiengebühren gibt es bislang in Baden-Württemberg und dem Saarland. Der Etatentwurf für 2003 sieht vor, dass die Ausgaben im kommenden Jahr zum zweiten Mal hintereinander sinken, und zwar auf rund 47,9 Milliarden Euro. Das sind den Angaben zufolge knapp 500 Millionen Euro weniger als in diesem Jahr.

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